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Sprachen einzudringen. Der Geistliche schied endlich erheitert und erquickt von seinen Freunden. Es war seine Abendröthe gewesen, ein schneller Tod rief ihn gleich darauf ab, und versetzte ihn auS der streitenden Kirche, der er lange ein tapferer Kämpfer gewesen, in die triumphirende.
Wie schmerzlich auch seine Freunde diesen großen Verlust fühlten, doch mußten sie sein Heimgehen segnen, als kurz nachher die Nachricht sie erreichte, Emmas Gatte sei wegen Veruntreuung anvertrauter Gelder, die er verspielt, flüchtig geworden, die unglückliche Frau sei in Verlassenheit und Jammer zurückgeblieben.
Konrad zögerte keinen Augenblick, erwirkte sich einen kurzen Urlaub, eilte zu Emma, befreite sie von allen Verlegenheiten, und brachte sie mit ihren beiden Kindern in sein friedlich-gastlicheS HauS. WaS zarte, sorgsame Liebe und Dankbarkeit thun kann, um schmerzliche Wunden zu lindern, darin wetteiferten Konrad und Hannchen für die vielgeprüfte Frau. Ach, ihres Gatten Unwürdigkeit war nicht ihr einziger Kummer, der jüngste ihrer Söhne war taubstumm. Immer noch hatte sie an diesem Unglücke gezweifelt, und die Art und Weise des Knaben für eine mangelhafte oder verzögerte Entwickelung gehalten —• jetzt war sie dessen unzweifelhaft gewiß.
Konrad war ganz von dem Jammer der Blatter, der Entbehrung und Abgeschlossenheit des kleinen Ernst hingenommen, er fing an ihn zu unterrichten mit all der Geduld und Ausdauer, der scharfblickenden Aufmerksamkeit und der Entdeckungsschnelle, die er als Mitgäbe fürs Leben empfangen, und jetzt zu einer großen herrschenden Lehrkraft ausgebildet hatte. Der erste Strahl kam wieder in Einmal Auge, daS erste Lächeln auf ihre Lippen, als der kleine Ernst eines Tages zu ihr trat und sie mit großen, fröhlichen Augen ansehend, deutlich sagte: Bleine liebe Mutter!
In Thränen auSbrechend, schloß sie ihr Kind in die Arme, und sah
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