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ration, zu welcher er kommen werde, doch müsse der Staar erst völlig reifen; die Behandlung deS Kranken, inS Einzelne gehend, Ivard dabei angegeben.

Der entscheidende Zeitpunkt nahete, da trat in daS stille, felerlich- anmuthige HauS des Leidendenden eine junge Jrenide, die sich bei der Tochter des Bischofs anmelden ließ. Diese war noch in Erstaunen be­fangen über die Lieblichkeit und Engelschönheit des jungen Mädchens, über dessen herrliche Augen voll Seele, da fragte diese, ob sie nicht den Herrn Bischof sehen könne?

Es thut mir sehr leid," sagte die sanfte Marie,mein Vater nimmt Niemanden an, er ist sehr leidend, ist blind."

Ich weiß es, ich bin die Tochter des Arztes, er sendet mich voraus, um Alles zur Operation vorzubereiten, und ihm zu melden, wenns Zeit ist. Er bat wenig Muße, und wollte doch nach der Operation noch so lange bleiben, bis der Erfolg gesichert wäre."

Das ist ein Anderes; aber wie ist es möglich, daß Sie das Alles so verstehen?"

Ich nmß wohl ein Interesse dafür haben, da ich selbst zehn Jahre blind gewesen bin, und mein Vater mir das Augenlicht wieder­gegeben hat."

Marie sah die Fremde in stummen Erstaunen an, reichte ihr gerührt die Hand, und eilte dann zu ihrem Vater. Bald kehrte sie zurück und führte das junge Mädchen bei diesem ein.

Der Greis lag ausgestreckt auf seinem Ruhebette, mit dem Kopfe erhöht, eine stille Heiterkeit in seinen Mienen. Er reichte seine Hand der Kommenden entgegen, und sagte:Gott lenke Ihre Schritte, mein liebeS Kind! Sie wollen mir Ihren Vater verkündigen, wie heißen Sie?"

Gabriele," erwiderte das Mädchen, nahm leise seine Hand, drückte einen ehrerbietigen Kuß darauf; dann kniete sie an dem Lager nieder;