untersuchte Alles, den Puls des Kranken, die Augen und ihre Umgebung, die Lage, erfragte noch manches Besondere, und zog sich dann zurück, um sogleich ihrem Vater zu berichten.

Während der wenigen Tage ihres Dortseins ward sie Mariens Freundin und des liebevollen Greises Erquickung.

Endlich kam der Erwartete selbst an. Marie sah ihm zitternd, mit höchster Spannung entgegen, sein Anblick gab ihr Glauben an sein Wollen, Wissen und Können, sie fragte ihn, erleichtert, vertrauensvoll und heiter, ob sie ihn zu ihrem Vater bringen solle?

Nein, liebes Fräulein, ich will mich ihm lieber vorher nicht nähern, möchte ihn aufregen. Sagen Sie ihni meinen ehrerbietigen Gruß, sagen Sie ihm, ich fühle mich ganz als Werkzeug in Gottes Hand/' Kennen Sie meinen Vater?"

Ja, ich kenne ihn."

Wohl aus seinen Schriften?..."

Auch persönlich. Ich habe ihn einmal gesehen."

Aber er kennt Sie nicht."

Es ist wahrscheinlich, daß mein Bild in der langen Zeit ihm ent­schwunden ist, doch wäre es möglich, daß er an der Stimme, oder in sonst etwas mich wiedererkennte, es könnte dies ihn errege», wir wolle» es deshalb vermeiden. Ob der Ehrwürdige mich kennt, wird sich am besten entscheiden, wenn er sieht."

Marie sah ihn mit einem unbeschreibliche» Blick an und ging, um mit Gabriele alles zur Operation Nöthige anzuordnen.

Der Arzt trat in das lustige helle Zimmer, da saß der ehrwürdige, apostolische Greis in.stiller, heitrer Ruhe, in heiliger Ergebung. Der Arzt sah ihn an, eine heftige Erschütterung bewegte seine Züge, seine Augen flössen von Thränen über.

Marie beobachtete ihn voll Angst.Gott," dachte sie,wie kann er

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