gewinnen, die ihnen alles Nöthige leistete, und unserm Hausleben eine angenehme Gefährtin märeV" — Marianne wollte mit klagender ®e- berde einfallen, doch ihr Gatte ließ sie nicht zu Worte kommen, sondern fuhr eifrig fort! „Ich weiß, was Du sagen willst, liebe Marianne, Du willst mir die Leiden zurückrufen, welche durch die Duchalo» über Dich gekommen sind, alle Verkehrtheiten, von denen sie den Kindern daS Beispiel gegebene — aber wenn wir einmal eine Niete zogen, können wir nicht diesmal mit einem Gewinn herauskommen? klnd ein solcher scheint sich ungerufen darzustellen. Dieser lange Bries hier ist von Diester aus Hamburg! Du weißt er schreibt selten! aber dann mit einer behaglichen Ausführlichkeit. So redet er mir vo» Allem, was ihn in
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„Ich muß ein für alle Mal bitten," versetzte Gonring nicht ohne Schärfe, „daß Du meine Tante Eulalia in ihrer Art und Weise ungestört gehen lässest! ich habe ihr zu viel Verpflichtung, als daß ich nicht Alles für sie thu» sollte, was in meiner Macht steht! zudem hat sie viel gelitte», ihre Lebenskräfte sind verbraucht oder abgestumpft, sie muß Ruhe haben! — Aber warum sollten wir nicht die Mittel, die uns Gott reichlich gegeben, dazu anwenden, eine Erzieherin für unsere Töchter zu
den letzten Monaten beschäftigt, von allen Ereignisten seines Hauskreises mit liebenswürdiger Vollständigkeit, und berichtet auch von einem lieben Gaste, der ihn höchlich zu interessiren scheint. Dieser Gast ist ein junges Fräulein, Agathe von Waldenhoven, die Tochter des bekannten Violin- spielers, der mir und Diester ein lieber Jugendgefährte war, und den vor wenigen Jahren ein plötzlicher Tod dahinraffte. Die junge Dame ist eine treffliche Pianistin, und auch sonst sehr gebildet und interessant, spricht Französisch, Italienisch, Englisch wie eine Eingeborne. Sie ist vier Jahre Erzieherin im Hause eines reichen Franzosen in Marseille gewesen, und hat, da sie dort fertig war, in derselben Eigenschaft zu einer Familie in Stockholm gehen wollen, die in kurzer Zeit nach

