Westindien ii6erjii|iebeln beabsichtigte Alles ist abgeschlossen, Agathe koninit in Hamburg an, um bei DiesterS die Nachricht von Stockholm zu erwarten, wann sie sich nach Schweden einschiffen solle, da langt statt dessen die Trauerbotschaft an, das Schiff, worin der Pater nach Westindie» vorausgegangen, uni sich dort anzukaufen, sei verunglückt, dieser nebst dem größte» Theil der Habe verloren. Die Wittwe löst daö Engagement auf, und bittet die Erzieherin, das Entschädigungsgeld zu bestimmen; doch diese voll tiefen Mitgefühls für das traurige Geschick, weist jede Vergütung entschieden ab. Sie ist nun frei und sucht einen andern Wirkungskreis — das wirft Diester nur so hin; — denn er und seine Frau wünschen Agathens längeres Verweilen in ihrem Hause sehr, können ihr aber keinen Wirkungskreis bieten, da sie nur Söhne haben."
„Wir aber können eS," sagte Marianne lebhaft, „eS würde für die Kinder herrlich fein, eine Lehrerin von so edeln Charakter zu haben, die aus Frankreich kommt, und eine gute Musikerin ist. Ach, und für mich, die ich darnach schmachte..."
„Wie Saul nach der Davidsharfe," murmelte Conring mit schmerzlichem Lächeln.
„Wie Göthe, wenn er seine durch Erdennoth und mechanische Arbeiten verstörte Seele beruhigen wollte," vollendete Marianne; — „ich bättr da auch eine herrliche Erquickung zu hoffen."
„Ich bin ganz Deiner Ansicht," versicherte Conring, „und denke deshalb morgen an Diester zu schreiben, ihm unser Begehren vorzutragen, und die Einzelheiten unserer Forderungen und Hauszustände, wie die Genüsse und Vortheile, die Frl. v. Waldenhove» bei uns zu erwarten hätte, auseinander zu setzen, linier zweihundert Thalern können >vir einer Dame, die so viel leistet, nicht anbieten."
„Wohl nicht," erwiderte Marianne, „doch Jda Mellow hat nur Hundert, ist der Gegensatz nicht zu groß?"
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