tonie erröthete, warf einen liebevollen Blick auf ihren Freund, und dann ehrlich und herzlich ihre Wohlthäterin ansehend, sagte sie:Die Blumen sind ja auch Kinder Gottes, ich möchte sie gern immer besser Pflegen lernen mit ihm!" Ihre Augen füllten sich mit Thränen.

Regine faßte die Hände der Liebenden, vereinte sie, und sprach ihren Segen darüber.Liebt Euch so fort, meine Kinder, wie Ihr angefangen," sprach sie herzlich;aber nennet Euch noch nicht Verlobte, bis der Vor­mund geschrieben. Hat er eingewilligt, dann, Antonie. wird die Wirth­schaften» Dir ihre Leinschränke öffnen, nähe fleißig, ich liefere den Stoss Deiner Ausstattung; aber Du mußt sie selbst anfertigen. Je fleißiger Du bist, desto eher können wir Eure Verbindung festsetzen, und dann liegt es Deinem Freunde ob. Dein Stäbchen und Dein Leben so zu ver schönern, wie er im Kleinen davon eine Probe gegeben hat!" Antonie warf sich in Vie Arme der mütterliche» Frau und flüsterte:O, ich bin zu glücklich!" Und Schollman» versicherte mit feuchten Augen, die Mutter habe ihn und Antonie in ein wirkliches Paradies versetzt.

Haltet Euch tapferer als die ersten Eltern," sagte die Matrone, Versuchung und Unglück werden auch Euch heimsuchen, doch Ihr wißt, wie man ihnen ausweichen und begegnen kann!"

Kaum acht Tage hielt es Regine in Borch aus, trotz der beruhigenden Nachrichten, die fast täglich von ihres Pfleglings Fortschreiten der Besserung eintrafen; als aber die Einwilligung von Antoniens Vormund ankam, mit dem Beisätze, daß seine Mündel keinerlei Aussteuer oder Mitgift ihrem künftigen Gatten zubringen könne, wollte sie das junge Paar seinem nun erklärten Glücke überlassen, und behauptete, jetzt dürfe Niemand Antoniens Fleiß stören, und sie wolle das am wenigsten.

Am nächsten Abende waren die Reisenden wieder in der Stadt, eifrig bemüht um Adelaide, die schon stundenlang außer dem Bett zubrachte und sich von Tage zu Tage mehr erholte.

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