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gracht 2. Regine las eifrig, in ihre»! Auge brach ein seliger Hoff, nungsstrahl hervor. „Ich glaube, wir stehe» nahe an der Lösung des Räthsels/' flüsterte sie und huschte hinaus.
Peter sah ihr erstaunt nach, plötzlich fuhr er sich niit der Hand nach der Stirn, machte einen Gang durch die Stube, und wollte seiner Schwester nacheilen, da trat diese mit strahlender Freude, aber sprachlos vor Erregung, ihm entgegen, hielt ihm ein Millefleurkleidchen, die andern oben beschriebenen Kleidungsstücke, auch die niedlichen Schuhe vor, von deren innern Sohlen der ehrliche Goedmaker noch eben leserlich hervor- schimmerte, zeigte auf das kleine, unscheinbare F. v. W. in dem holländischen Leinen, und rief endlich: Das war in Adelheids Packet. Roch hielt der Vater die Sachen seines Verlornen Kindes i» den Händen, da holte Regine die erstaunte, zitternde Adelheid, und legte das wiederge- fundne Kind dem Vater in die Arme. „Diese hast Du Dir selbst gerettet," rief sie unter Freudenthränen, „sie ist doppelt Dein!" „Und Dein, Du unsre Helferin," flüsterte er.
Die beiden alten, glücklichen Geschwister kielten das theuere Kind, schon so lange ihres Herzens Kleinod, in unauflöslicher Umarmung.
Fünf Jahre waren vergangen, Reginenö Haltung war gebeugter, ihre Schritte schiverer geworden, doch ihr Auge blickte noch frisch und heiter unter den weißen Augenbrauen hervor, und sie förderte ihr Gewerbe »och nach Kräften, redlich unterstützt von ihrem Bruder, der seit dem Wiederfinden seiner einzigen Tochter fast jünger geworden zu sein schien. Auch hatten die Ergebnisse von dein Wirken der Helferin sich so ins Weitläustige ausgedehnt, daß eine großartige Uebersicht und Verwaltung nöthig geworden war.
Eine immer sich erneuernde und wachsende Pfianzschule junger Ge-

