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als Schwester in ihren heiligen Kreis aufnehmen wollen. Aber noch scheinst Du alle diese Liebe nicht erkannt zu haben!"

Barbara schlug die Augen nieder, sie war befangen, erwiderte aber nichts.

Barbara," begann die Priorin wieder,morgen kommt die Stunde, wo Du vor dem Altar knieen und in die Hände des hoch­würdigsten Bischofs das Gelübde als Himmelsbraut ablegen sollst."

Ich kann nicht, ich kann nicht!" seufzte da Barbara mit zit­ternder Stimme.

Tochter!" rief die Novizenmeisterin warnend.

Der Jesuit faltete die Hände und schaute ernst auf die Novize.

Weshalb kannst Du nicht?" fragte die Priorin finster und ihre Stimme klang fast drohend.

Hochwürdigste Domina," entgegnete Barbara zagend,ich bin ein Jahr in diesen Räumen, habe Zeit gehabt, mich zu prüfen und ich habe da gefunden, daß der Nonnenschleier nicht im Stande ist, mich glücklich zu machen, daß ich nicht vermag in diesen Räumen auszudauern, ohne"

Und doch suchtest Du selbst in diesen Räumen Aufnahme!" unterbrach sie die Priorin streng.

Domina," antwortete Barbara,es war Verzweiflung, welche mich hierher trieb, ein wundes Herz, welches hier Heilung suchte, aber sie doch nicht fand."

Thörigtes Kind," nahm der Jesuit mit Salbung das Wort, suchst Du Heilung, so sind eben des Klosters stille, geheiligte Räume, der Umgang mit Gott und seinen Hecrschaaren, die hier unsichtbar ihren Wohnsitz aufgeschlagen, die geeignetste Stätte, um das kranke Herz selbst von der schwersten Wunde zu heilen, und Gebet ist dann der kühlende Balsam, welchen der himmlische Arzt herabträufeln läßt, um die Schmerzen der Wunde zu lindern und sie schließen macht für immer."

Und hier bist Du sicher vor den Stürmen der Welt, die nur neue Wunden reißen," fügte die Priorin mit harter und scharfer Stimme hinzu.

O, Ihr Heiligen!" brach da Barbara aus,gern will ich die Stürme der Welt erdulden, wenn mir dann nur auch ihr Sonnen­schein wird! Es ist ja nicht immer Nacht, es wird auch wieder