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„Was dann?" fragte Kotowsky gespannt.
„Dann," rief Soltyk feierlich, „dann schwöre ich. Alles anzuwenden. um Barbara aus den Banden zu reißen, welche sie drücken und unglücklich machen müssen."
Kotowsky schüttelte bedenklich den Kopf und mahnte den Freund zur Vorsicht.
Während dieses Gesprächs hatten die beiden Studenten Krakau erreicht und hier trennten sie sich, ein Jeder nach seinem Quartier zu gehen.
Ueber die Stadt hin aber klangen und sangen die Glocken durch die Nachtluft; die Töne kamen von den Thürmen der Klosterkirchen und riefen Mönche und Nonnen zur nächtigen Hora, und dieser Klang rief in Constantin's Herzen mächtig den Gedanken an Barbara wach. Sie stand ja jetzt mit auf dem Chore und mischte ihre Stimme mit denen der Nonnen. — War ihre Stimme freudig bewegt in Erwartung der morgenden Feier, war sie vor Schmerz zitternd?
Wer vermochte dieses jetzt ihm, den Sehnenden, zu sagen?
Constantin Soltyk verbrachte die Nacht in wilden Träumen.

