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Draußen aber brauste der Wind heftiger um die Mauern des Klosters, man vernahm das Anschlägen des Regens an die Fenster und selbst etwas wie das Rollen entfernten Donners.
Die Nonnen aber stimmten wieder einen Gesang an und der Hymnus: „Komm, heiliger Geist!" klang durch den Kirchenraum.
Dann aber erhob der Bischof seine Stimme und hielt eine Rede, die zunächst an die vor ihm Knieenden gerichtet war.
Er beschrieb das Kloster als einen sicheren Hafen, in welchem das Lebensschifflein eingelaufen, und habe es den Anker der Hoffnung und des Vertrauens auf Gott einmal geworfen, so werde es dort sicher ruhen und leicht sei es dann, den Weg zu der ewigen Seligkeit im himmlischen Paradiese zu finden. Die Welt verglich er mit dem großen Oceane, auf welchem beständig Stürme und Ungewitter toben, wo die Donner rollen, Blitze zucken, das, was sie treffen, zerschmetternd oder entzündend, wo die Brandung schäumend braust, die Wellen, vom wilden Orkane aufgewühlt, sich empor thürmen und zahllose Menschen als Opfer gierig verschlingen. Er schilderte ferner, wie auf dem Oceane der Welt Sirenengesänge den Schiffenden verlocken, daß er mit seinem Fahrzeuge dann auf Sandbänke und verborgene Klippen läuft, dort scheitert und ohne Rettung untergebt; alle die vielen und so verschiedenen Gefahren auf dem Oceane der Welt schilderte des Bischofs beredter Mund, aber auch, daß man diesen Gefahren in dem Hafen des Klosters glücklich entrinnen könne; dann werde man einst mit fröhlicher Zuversicht an der Küste des Reiches Gottes landen und dort der ewigen Seligkeit in Gemeinschaft mit den Engeln und der Heiligeil sich erfreuen können.
Am Ende seiner Rede pries der Bischof das Glück, welches den beiden Novizinnen widerfuhr, indem sie nun in die Geineinschaft der Himmelsbräute aufgenominen werdeil sollten, er lobte ihren beharrlichen Eifer für die heilige Sache, wüiifchte ihnen Glück, daß sie das Prüfungsjahr so rühmlich überstanden hätten und verhieß ihnen bei der Fortdauer des bis jetzt gezeigten guten Willens, ihrer Frömmigkeit und ihres unerschütterlichen christlichen Muthes die ewigen Freuden des Himmels.
Der Bschof umging es dabei, irgendwie an Barbara ein Wort zu richten, welches auf ihr Widerstreben gegen Ablegung des Gelübdes hätte Bezug haben können. Er war in dieser Beziehung wachsam,

