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im Namen Gottes, des Vaters, des Sohnes und des heiligen Geistes. Amen!"

Als Barbara den Eid beendet, rollte über der Kirche ein Donner­schlag, und diesen Zufall benutzend, rief der Bischof:

Gott hat Deinen Eid gehört und erhebt zum Zeugniß dessen seine Stimme!"

Barbara neigte ihr Haupt, sie war auf das Tiefste erschüttert, es war ihr- als müßten ihre Sinne schwinden, mechanisch sank sie gleich ihrer Gefährtin vor dem Altäre mit dem Gesichte zur Erde und ward nun zum Zeichen, daß sie der Welt gänzlich abgestorben, mit einem Teppich bedeckt.

Während sie nun auf den Gesichtern lagen, sangen die Nonnen den Psalm:Aus der Tiefe rufe ich zu dir!"

Und während des Gesanges klangen die Glocken fortwährend, brauste der Wind über der Kirche und dröhnte des Donners Stimme.

Nach Beendigung des Gesanges ward der Teppich hinweg ge­nommen, die ncugeweihteq» Nonnen erhoben sich, die Anderen traten hinzu, dann sielen die Locken der neuen Himmelsbräute unter der scharfen Scheere, eine jede empfing den dunklen Nonnenschleier und der Bischof sprach seinen Segen über sie, während der Psalm erklang: Lobet den Herrn, alle Heiden, preiset ihn, alle Völker!"

Damit war die Feier beendet, die beiden neuen Nonnen traten in die Reihen ihrer Schwestern zurück und der Bischof hielt ein Hoch­amt ab, womit die ganze Feier ihren Abschluß fand.

Während aber hier am Hochaltäre Barbara Ubryk das Gelübde ablegte, ohne sich selbst recht bewußt zu sein, was sie eigentlich sagte, was sie that und wollte, standen dort hinter einem Pfeiler zwei Männer in unscheinbarer Tracht. Sie hatten mit Willen eins der dunkelsten Plätzchen in der Kirche gewählt, um von hier aus unge­stört zu sehen und beobachten zu können.

Der eine dieser Männer war Constantin Soltyk, den die Unruhe in die Kirche getrieben, um selbst zu sehen, ob es denn wirklich wahr sei, daß die Geliebte seines Herzens sich aus freiem Willen in dem Kloster begraben und damit von aller Welt abschließen wollte.

Der Andere war Johann Kotowsky, der besorgt, sein Freund könne sich durch Leidenschaftlichkeit zu unbesonnenen Schritten hin- reißen lassen, ihn auch hierher begleitet hatte.