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Sie hatten eine Stelle gewählt, van wo sie Alles beobachten konnten und namentlich Constantin harrte mit gespannter Erwartung des Weiteren, Kotowsky aber war nicht ohne Sorge und wünschte im Geheimen, daß es ihm gelingen möge, seinen Freund noch vor dein Beginn der Ceremonie fortzubringen, doch alle seine darauf be­züglichen Andeutungen und Versuche blieben ohne den gehofften Erfolg.

Sei wenigstens fest, fei Mann," mahnte Kotowsky leise. Be­denke, wo Du bist."

Sei ohne Sorge," entgegncte Soltvk,ich weiß, an welchem Orte ich mich befinde und der Zweck meines Hierseins ist allein: Gewißheit zu erhalten."

Mein Gott," flüsterte Kotowsky,hast Du nicht aus allen diesen Vorbereitungen schon genug Gewißheit dessen, was hier vorgeht?"

Ja," war Constantin's leise Antwort,was Vorgehen soll, das weiß ich, aber nickt, wie es geschehen wird. Selbst will ich sie sehen, selbst ihre Worte hören, um dann meinen Entschluß fassen zu können."

Constantin hatte die lebten Worte etwas lauter gesprochen und Kotowsky stieß ihn an, ihn zur Vorsicht zu mahnen.

Beide schwiegen jetzt.

Nun kam der Zug mit dem Bischof und seinem Gefolge, dann der der Nonnen mit den Novizinnen; Constantin bebte leise, denn in der einen der Novizinnen, welche mit unsicherem Tritte und ost schwankend zwischen den Nonnen daher wandelte, glaubte er Barbara zu erkennen. Konnte er auch vor dem verhüllenden Schleier das Gesicht nicht sehen, so glaubte er doch, sie aus ihrer Gestalt zu er­kennen und leise seufzte er:

Sie ist es! O, daß ich sie aus dieser Gemeinschaft reißen könnte!"

Still," mahnte Kotowsky.

Sie beobachteten weiter. Sie sahen dann eine Gruppe Nonnen sich um die Novizinnen zusammendrängen, sahen einen Ordensbruder unter die Gruppe huschen, allein eben so schnell sich zurückziehcn, konnten aber nicht erkennen, was sich eigentlich begäbe, doch ahnte Soltyk Böses. Er strengte sein Ohr an, um etwas zu verstehen, doch gelang es ihm nicht bei dem lauten Klange des Gesanges, welcher die Kirche erfüllte. Er wollte sich näher drängen, besser zu