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kennen lernte. Ein Student, der sich zur Zeit dort zum Besuche auf­hielt. zeichnete sie aus. sie fühlte sich durch seine heißlodernden Blicke getroffen .und durch- sein ganzes stolzes, feuriges und doch eben so zartes als liebenswürdiges Wesen zu ihm hingezogen. so daß auch sie ihm den Vorzug vor den anderen anwesenden jungen Männern gab. sich mit Vorliebe mit ihm unterhielt und ihm, so oft sie es mit Anstand und ohne auffällig zu werden thun kannte, gern zum Tanze folgte.

Dieser junge Mann war Constaniin Soltyk.

Als endlich der Ball zu Ende war, die Gäste sich einer nach dem andern entfernten, um den Heimweg anzutreten, und auch Bar­bara mit ihren Verwandten sich zur Abfahrt rüsteten, da benutzte Constantin einen günstigen Augenblick, sich Barbara nochmals zu nähern und ihr zuzuflüstern:

Könnte ich Sie doch bald Wiedersehen!"

Und ich Sie, Constantin!" flüsterte Barbara zurück.

Ich hoffe es, daß wir uns bald wieder treffen," sprach Con­stantin weiter.

Möge das Glück uns freundlich sein!" lispelte das Mädchen.

Ja, hoffen wir auf das Glück!" stimmte Constantin ein.

Ein feuriger Händedruck, den sie erwiderte, und Beide schieden.

Barbara schritt hinab zu dem Wagen, Constantin folgte ihr, er­hob sie in den Wagen und dieses fiel nicht auf, war es doch die gewöhnliche Galanterie junger Cavaliere gegen ihre Damen. Con­stantin benutzte diese Gelegenheit, dem Mädchen nochmals ein Lebe­wohl zuzuflüstern.

Auf Wiedersehen!" klang es zurück.

Dann rollte der Wagen davon; Barbara bog sich nochmals aus demselben, sie sah Constantin noch am Portale stehen und dem Wagen nachschauen, und sie dachte sich wohl, daß nur sie die Ursache davon sei.

Wie zufällig streckte sie da die Hand mit dem Taschentuche aus dem Wageuschlage und ließ das Tuch zurückwehen. Es sollte dieses für dem Nachschauenden ein letzter Gruß sein, aber auch eine Mahn­ung, wenn auch nicht zur Nachfolge, so doch zur Einhaltung des Wortes, sie bald wieder aussuchen zu wollen.