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Mit dieser Aeußerung lockte der Student neue, tiefe Röthe auf des Mädchens Wange und machte, daß sie die Augen niederschlug. Wohl klang dieses Wort so recht wonnig in Barbara's Ohr, aber sie durste sich dieses ja doch nicht merken lassen, nicht vor Con- stantin, denn dieses hätte herausfordernd erscheinen können, und das wollte sie nicht, nicht vor der Welt, denn das wäre verrätherisch gegen die eigenen Gefühle gewesen.

Wollen Sie mir schmeicheln oder mit mir scherzen, um nicht noch etwas Anderes zu sagen?" fragte Barbara.

Sie betonte diese Worte auf eine Weise, die bestimmt anzu­deuten schien, als ob sie sich durch Constantin's Worte fast beleidigt fühle und er dadurch von seinem weiteren Geständnisse, welches offen­bar im Anzuge war, zurückgeschreckt werden sollte. Aber so ernstlich war dieses nicht gemeint.

Da in diesen Worten so wenig Ernst lag, gelang Barbara die Vorstellung auch schlecht, denn es schimmerte aus Wort und Wesen immer noch etwas vor, welches verrietst, wie angenehm ihren Ohren solche Kunde sei und wie gern sie dieselbe vernehme.

Fräulein," entgegnete Constantin,wie können Sie glauben, daß ich eines solchen Scherzes fähig sei?"

Aber doch ist es wenigstens Schmeichelei!" meinte einlenkend das Mädchen.

Auch dieses nicht!" betheuerte der Student.

Lieber Freund," sagte Barbara halb scherzend, halb ernst, meine Mutter hat mir off gesagt, traue den Männern nicht, ent­weder treiben sie mit Dir ihren Scherz oder sie schmeicheln Dir, und ein Schmeichler ist stets auch ein Heuchler."

Aber Barbara erschrak fast, als sie diese Worte gesprochen.

Constantin schaute sie sehr ernst an.

Barbara," sagte er dann,wenden Sie diese Worte Ihrer Mutter wirklich auch auf mich an?"

Ach nein," stammelte sie verwirrt,aber, inein Gott, was soll ich denn thun? was sagen? Ich bin so unerfahren."

lind Sie fürchten, mit mir schlimme Erfahrungen zu nrachen?" fragte Constantin.

Nein, ach nein," entgegnete Barbara verwirrt,wie könnte ich denn das! Wie können Sie meine Worte also verstehen! Ich"