47

Barbara," flüsterte endlich Constantin,seit ich Dich gesehen, habe ich das Leben von einer schöneren Seite kennen gelernt, reizen­der erscheint mir jetzt die ganze Erde, goldiger die Sonne, und mir ist es, als ob jeder Ton in mir nur von Liebe wiederklänge, als ob jeder Ton mir nur Deinen Namen und das süße Geheimniß zu­flüstere, daß ich durch Dich einst mein schönstes Glück finden, des Lebens Seligkeit genießen werde."

Constantin!" seufzte Barbara.

Barbara, sei mein!" flehte der Jüngling.

Dein!" klang es zurück.

Dein für immer!" >

Für immer!"

Und das Paar ruhte sich in den Armen.

Mag es auch kommen wie es will, Barbara," sprach dann Constantin,nichts in der Welt soll mächtig genug sein, mich von Dir zu reißen. Du bist von dieser Stunde an mein Eigenthum, wie ich das Deine bin."

Mir ahnen Stürme," seufzte Barbara leise.

Constantin schaute das Mädchen forschend an, dann fragte er:

Wie kommst Du zu solchen Gedanken, Liebchen? Stürme hat jedes Menschenleben, aber an festen Gebäuden brechen sie sich; ein solches festes Gebäude soll auch unsere Liebe sein."

Er ergriff des Mädchens Hand und drückte sie an sein Herz, dabei sprechend:

Fühle, wie mein Herz schlägt! Es pocht voll Muth und Hoff­nung der Zukunft entgegen, weil es die Kraft in sich fühlt, für den geliebten Gegenstand zu kämpfen und zu ringen und für seinen Besitz Alles zu wagen. Darum lasse auch Dein Herz mit fröhlichem Muthe schlagen."

In Deiner Nähe schlägt es freudig," antwortete das Mädchen.

Barbara," sprach Constantin aufmunternd,lasse Dein Herz auch dann freudig schlagen, wenn ich nicht in Deiner Nähe sein kann. Es schlage dann freudig in Hoffnung. Mich ruft es jetzt von hier fort, ich habe nun doppelte Veranlassung, kräftig zu streben, auf daß ich endlich eine ehrenvolle Stellung im Leben erringe, die meine Existenz sichert, ich werde nun mit doppelter Freudigkeit danach streben.