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Bündnisse hätten dem alten Glanze des Namens Eintrag gethan oder sie wären sonst unglücklich ausgefallen.
„Traue meiner Liebe, hoffe und sei fröhlich in dieser Hoffnung!" hatte Stanislaus ihr zugerufen.
„Ich vertraue Dir und Deiner Liebe/ entgegnete Josepha, denn Dein Herz ist zu edel, als daß es ein freventliches Spiel mit dem meinen treiben sollte."
„Schwöre mir Treue, Geliebte!" mahnte Stanislaus.
„Auch ohne Schwur würde mein Herz Dir unwandelbar treu und ergeben sein," betheuerte Josepha, „allein ich schwöre Dir."
Und umschlungen von seinen Armen leistete sie flüsternd den verlangten Eid.
Stanislaus aber erwiderte ihn.
„Nun bist Du mein für dieses Leben!" rief er.
„Dein für immer!" entgegnete Josepha und fügte dann leise hinzu: „Ach, ich war Dein schon längst."
Sie begab sich dann in das Schloß zurück, den Busen geschwellt von seligen Gefühlen, in welchen aber auch dann und wann gleich düsteren Schatten bange Ahnungen auftauchen wollten. Sie sah voraus, die Erfüllung ihrer Hoffnungen würde nicht so schnell ein- treten, es würden sich Kämpfe entspinnen, harte Kämpfe, aber sie war auch entschlossen, muthig auszuharren, zu dulden, zu hoffen, zu ringen. Sie wußte, je schwerer ein Glück errungen wird, desto süßer ist es auch dann.
Auf diese erste Zusammenkunft des Paares folgten noch mehrere Zusammentreffen. War das erste unabsichtlich gewesen, so geschahen die nächsten nach Verabredung an heimlicher Stelle in verschwiegener Nacht. Das Paar hatte ein süßes Geheimniß zu bewahren und wahrte es treulich; recht lange wollte es das süße Glück verborgener, heimlicher Liebe genießen, und deshalb hütete es sorgsam dasselbe vor den Augen der Welt.
In diesen Zusammenkünften wurden dann Pläne für das künftige Glück entworfen; man besprach, wie man den erwarteten Widerstand am sichersten und erfolgreichsten besiegen und Alles zum Besten wenden könnte. Da Stanislaus Alles für verhältnißmäßig leicht hielt, so ergab sich auch Josepha gern seinem Glauben und choffte gleich ihm auf eine schöne Zukunft.

