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er Botte ihm mit dürren Worten jeden weiteren Umgang mit dem Mädchen verboten, unter dieser Bedingung wollte er schweigen und die Sache auf sich beruhen lassen, ohne weiter daran zu denken.
Mit Schrecken hatte auch Stanislaus aus des Vaters Worten erkannt, daß sein Verhältniß verrathen sei, eher als er gedacht und gewünscht, eher als es in seinem Plane gelegen. Aber nun war die Sache einmal geschehen, der Kampf mußte beginnen, wollte er nicht demüthig sich dem strengen väterlichen Ausspruche fügen.
Er dachte viel zu männlich, um feige zurückzuweichen, viel zu edel, um nicht seines in Josepha's Hände geleisteten Gelübdes zu gedenken, und so verweigerte er nicht nur mit Entschiedenheit das von dem Vater geforderte Versprechen, sondern erklärte auch mit offener, männlicher Stirn, in welchem Verhältnisse er zu Josepha stehe und daß er sich selbst verachten müsse, wolle er, eingeschüchtert durch Drohungen, sein gegebenes Wort brechen. Fest an Josepha zu halten und sein ihr gegebenes Wort einzulösen, sei sein Entschluß, und nicht wanken noch weichen wolle er.
Jetzt erkannte der Graf erst, wie ernst die Sache schon geworden, wie weit sie gediehen sein mußte, denn sonst würde der Sohn nicht eine solche Sprache gegen ihn geführt haben. Zorn loderte in ihm auf, er tobte, er befahl dem Sohn bei seinem Zorne, von der verrückten Idee — wie er es nannte — abzugehen und nicht mehr an das Mädchen zu denken, sondern daran, wer und was er sei und was er seinen Eltern, feinem Stande und der Erinnerung an seine ruhmreichen Vorfahren schuldig sei.
Stanislaus wies alle Ermahnungen des aufgebrachten Vaters zurück und versuchte es hingegen durch Vorstellungen und Bitten, denselben für sich zu gewinnen; er sparte keine Worte, von denen er hoffen konnte, sie würden einigen Eindruck auf den Zornigen machen, doch prallten seine Vorstellungen machtlos von des Vaters Standes- vorurthcilen ab. Der Vater blieb eisenfest bei allen Bitten des Sohnes und erklärte endlich, Stanislaus solle, bei seinem schwersten Zorne, die ganze Sache nicht mehr erwähnen.
„Ich werde für Josepha sprechen und kämpfen mit Wort und That, 10 lange ich es vermag," war des Sohnes entschlossene Antwort.
„Es werden sich schon Mittel finden. Dich von Deiner verrückten Idee ab und zur Vernunft zu bringen," drohte der Vater.

