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Es wird wohl so sein," entgegnete Milla und ging.

Hastig öffnete Joseph« die Packete in der Hoffnung, in denselben ein Schreiben von Stanislaus zu finden, welches ihr über Alles Aufklärung gäbe. Das eine Packet enthielt Kleidungsstücke, aber von sehr gewöhnlichem Stoffe und Schnitt, das zweite einige Wäsche.

Ruhelos durchwühlte Joseph« Alles, ob sie nicht ein Billet oder wenigstens ein Zeichen fände, welches ihr wo nicht Erklärung, so doch einen Gruß von dem Geliebten bringe; sie fand nichts und starrte trostlos auf die Sachen nieder.

Sie fragte sich, weshalb man ihr diese Sachen hierher schicke? War ihr bestimmt, hier zu bleiben in dieser Einöde und in solcher Umgebung? Es war dieses für Josepha ein schrecklicher Gedanke, der höchstens durch die Hoffnung gemildert werden konnte, daß sie Stanislaus oft sehen würde.

Wieder verging der Tag, einförmig wie der gestrige floß er dahin; beständig hoffte Josepha, Stanislaus eintreffenzu sehen, aber diese Hoffnung blieb vergeblich, denn auch heute kam kein Lebens­zeichen von ihm. Frau Milla kam öfters auf das Zimmer der Fremden und suchte nach Diesem und Jenem zu erforschen, doch blieb Josepha verschlossen.

Auch heute ließ sich der Waldaufseher nicht bei Josepha blicken, und doch wünschte sie so sehr, ihn zu sprechen, in der Hoffnung, von ihm vielleicht Beruhigendes zu erfahren, so wenig günstig auch der Eindruck gewesen, den er auf sie gemacht, als sie ihn das erste Mal gesehen hatte.

So kam der der dritte Morgen, den sie in dem Hause zubrachte; sie fühlte sich unwohl, die Aufregung der vorhergehenden Tage hatte sie angegriffen und es wollte sich ihrer eine gewisse Hoffnungslosig­keit bemächtigen. Dringender verlangte sie den Waldaufseher zu sprechen, und dieser kam endlich.

Josepha fand in ihm einen düstern, mürrischen Mann, dessen Gesicht Strenge und nichts weniger als Intelligenz verrieth. Sie sah auch jetzt erst, daß sein Gesicht ein Paar Narben durchzogen, und auf ihre Frage darüber entgegnete er, er sei Soldat gewesen und habe im Gefecht gestanden.

Dann fragte^ sie nach dem Grafen Stanislaus und ob derselbe micht bald erscheinen werde?