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Zu was den weichen, den wonnigen Arm?
Doch nur, damit er umschlinge mich warm!
Mädchen, zu was wohl auch wärst Du so schön?
Wenn ich Dich nicht mit Entzücken soll sehn?
Während der Pater dieses ungeistliche, mit seiner Kleidung in argem Widerspruch stehende Liedchen sang, hatte er einen Wald erreicht, der ihn bald von beiden Seiten umgab. Von dem Dorse her brachte der Nachtwind ihm noch einzelne Klänge der Musik an sein Ohr und diese klangen ihm gar lockend zu.
Der Pater ward ärgerlich, er fühlte sich aufgelegt, an jener Lust, deren Töne noch an sein Ohr schlugen, Theil zu nehmen, konnte es aber doch nicht. Er brummte vor sich hin:
„Warum soll man sich nicht freuen gleich anderen Menschenkindern? Warum nicht trinken und lieben, tanzen und springen? — Alles ist nur wegen der Kutte. Nun, was hilft's, bin ich doch nicht der Einzige, welcher seinem Kleide ein Opfer bringen muß!"
Er setzte seinen Weg fort, bisweilen singend und trillernd, übrigens völlig sorglos nicht auf seine Umgebung Acht gebend, also auch nicht bemerkend, daß bisweilen schleichende Schritte bald hinter ihm, bald neben ihm im Walde hörbar wurden.
Wie aus der Erde gewachsen stand da plötzlich eine Gestalt vor ihm und eine Stimme donnerte ihm entgegen:
„Halt, Spitzbube!"
Ehe der Pater noch recht wußte, wie ihm geschehen, fühlte er sich von dem vor ihm stehenden Manne mit kräftigen Händen an der Schulter gepackt und derb durchgeschüttelt.
Es war Michael, der in seinem eifersüchtigen Grimme gegen den verführerischen Mönch demselben nachgegangen war, um seine Drohung wahr zu machen und seinen längst gehegten Vorsatz auszuführen, dem Pater Eins zu versetzen.
„Schwarzkuttiger Spitzbube," grollte Michael den Erschrockenen an, „bis hierher kommst Du, aber nicht weiter."
Michael begleitete diese Worte mit einem gewaltigen Faustschlage gegen des Paters Kopf.
Pater Eustachius hatte sich indessen von seinem ersten Schrecken schnell wieder erholt; er wich dem drohenden Schlage durch eine rasche Wendung des Kopfes aus, so daß er nur gestreift wurde, und packte

