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Aber da klangen schon Schritte vor der Tbüre der Kammer, in welcher Michael seine Lagerstatt hatte. Bestürzt sprang dieser an das kleine, enge Fensterchen und stieß den Laden auf, um dort hinaus die Flucht zu ergreifen; doch war es schon zu spät, denn eben ward die Thüre durch einen kräftigen Fußtritt aufgesprengt und hinein drangen mehrere Personen, von denen der Eine eine brennende Laterne in der Hand trug.

Diese Eingedrungenen waren der Richter des Dorfes mit ein Paar älteren Leuten und ein Paar Leute von dem Schlosse des Grafen Golchowsky. Diese Letzteren benutzten ein Vorrecht, das sie vor den Anderen genossen, denn sie waren bewaffnet.

Michael konnte sich bei dem Anblicke dieser Leute sogleich sagen, daß sie ihm nichts Gutes bringen würden, und er suchte ihnen zu entgehen, indem er einen Versuch mackte, sich durch das enge Fenster­chen zu drängen und dadurch in's Freie zu gelangen. Aber dieses ging bei der Kleinheit der Oeffnung nicht so rasch.

Schnellen Auges hatten die Eingedrungenen auch den Flucht­versuch Michael's bemerkt und in nächster Minute befand sich der Bursche, trotz wüthender Gegenwehr, in den Händen der Bewaffneten, die ihn mit einer von vieler Hebung sprechenden Schnelligkeit fesselten.

Jetzt kamen die Eltern von Michael herbei, aufgeweckt durch den Tummult im Hause, und verlangten bestürzt Aufschluß über das, was mit dem Sohne vorgenommen werde; sie wurden aber mit Rauhheit zurückgewiesen und ihnen bedeutet, daß sie sckon Alles erfahren würden.

Ueberhaupt zeigten sich die Männer sehr kurz angebunden, und kaum war die Fesselung beendet, so hieß es auch schon:

Nun fort, Bursche!"

Wohin?" stieß der im höchsten Grade verwirrte Michael heraus.

Nicht gefragt! Vorwärts! Du wirst schon Alles sehen!" ward ihm zur Antwort.

Ohne sich auf irgend eine Erklärung einzulassen, drängten und zerrten die Männer ihren Gefangenen aus der Kammer und dann aus dem Hause, und nicht lange darauf befand sich Michael im Gefängnisse des Dorfes und Fesseln klirrten um ihn.

Michael befand sich in den ersten Stunden seiner Gefangenschaft in einem Zustande wilder Verzweiflung, wo von Zeit zu Zeit furcht­bare Flüche über seine Lippen quollen. Was die Ursache seiner