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Gefangenschaft fei, das sagte ihm sein Gewissen, aber da er glaubte, den Mord ganz unbeobachtet verübt und ferner auch nichts versäumt zu haben, jede Spur seiner That zu vertilgen, so begriff er nicht, wie irgend Jemand etwas davon wissen konnte, und ein Mal über das andere murmelte er:

Hier muß der Teufe! sein Spie! haben!"

Aber nach und nach ward er wieder ruhiger; er dachte über die Sache nach und da war er immer wieder der Meinung, daß, war er wegen den Pater verhaftet, man doch keine anderen Beweise gegen ihn aufbringen könne, als daß er mit ihm am letzten Abende Streit gehabt; die Leiche konnte nicht gefunden worden sein.

So vergingen Stunden und erst am späten Nachmittage kam der Gerichtsbeamte des Grafen mit dem Ortsvorstande nach dem Gefängnisse Michaels, um ihn vorläufig zu verhören.

Wo ist der Pater Eustachius?" lautete die Frage endlich.

Ich weiß es nicht!" entgegnete Michael trotzig, die Augen finster nied erschlagend.

Eustachius ist uicht in seinen Wohnort zurückgekommen," hieß es weiter.Es ist hergeschickt worden, nach ihm zu fragen; willst Du uns darüber nicht Auskunft geben?"

Weshalb soll ich es denn gerade wissen?"

Weil wir der Meinung sind, daß Du eben dieses am besten kannst."

Ich war doch nicht als des Paters Wächter bestellt."

Kain antwortete dieses auch, als eine Stimme ihn nach seinem erschlagenen Bruder Abel fragte," sagte der Beamte sehr ernst und mit scharfer Betonung seiner Worte.

Wohl stutzte Michael im Geheimen, allein er war auch ent­schlossen, auf seiner Huth zu bleiben, denn verrieth er sich durch Worte oder Bewegung, so stand sein Leben auf dem Spiele. Ruhe sich er­kämpfend, sagte er mürrisch:

Was geh'n mich jene Leute an, ich kenne sie nicht!"

Du hattest gestern Streit mit dem Pater Eustachius?" fragte der Beamte wieder.

Nun ja!" entgegnete Michael mit grollendem Tone,Streit hatte ich schon mit dem Kuttenmann, und auch nicht das erste Mal war es, daß ich mit ihm zusammengerieth, denn er hat mir die Marinka