verführt, daß ich nicht weiß, wie ich mit ihr daran bin, und das mag dem Pfaffen der Teufel danken."
„Du hast gefährliche Reden gegen den Pater ausgestoßen?"
„Ich habe ihn nur gewarnt, sich nicht ferner um die Marinka zu bekümmern."
„Man will aber noch ganz andere Worte von Dir gehört haben?"
„Es kann sein, daß ich im Branntweindusel allerhand Zeugs geschwatzt, von dem ich jetzt nichts mehr weiß."
„Als Pater Eustachius fortging, bist Du auch gegangen!"
Michael entgegnete, daß er aus Aerger über Marinka fortge-' gangen, und wenn es nach dem Weggange des Paters geschehen wäre, so wisse er dieses so genau nicht, es könnte aber zufällig möglich gewesen sein.
Er behauptete dann ferner, daß er aus der Schänke sogleich nach Hause gegangen sei und sich schlafen gelegt, um seinen Aerger zu verschlafen und zu verträumen, und er habe so lange fest geschlafen, biß er durch das Pochen des Gerichts geweckt worden wäre.
„Warum wolltest Du denn durch das Fenster entfliehen?" fragte man ihn.
Michael behauptete dagegen, er habe gar nicht an das Entfliehen gedacht; aber er sei voll Schlafes gewesen, und bei dem Pochen und Sprechen habe er geglaubt, es sei Feuer ausgebrochen, und so sei er aus dem Bett gesprungen und an das Fenster getreten, zu sehem ob und wo es brenne.
Weiter wurde gefragt, weshalb er denn bei seiner Verhaftung so verwirrt gewesen sei und sich so heftig gesträubt habe? Michael gab an, daß dieses Alles auf Rechnung seiner Schläfrigkeit zu schreiben sei, und der Branntwein habe auch das Seine dazu beigetragen, da könne wohl Allerhand passiren, und zuletzt ließe sich doch auch Niemand gern so überfallen und fortschleppen, ohne zu wissen, warum und wohin?
Wie man ihn auch fragte, ein Geständniß war von dem Verhafteten nicht zu erlangen; er erklärte, nichts von dem Pater zu wissen.
„Gut," sagte der Beamte knurrig, „morgen wirst Du in die Stadt geschafft und da wird es sich finden, ob Du mit Deinem Nichtswipenwollen auch noch auskommst. — Dort rst schon manchem harten Sünder daß Geständniß entrissen worden."

