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Barbara zitterte am ganzen Körper, sie warf einen besorgten Blick um sich, da sie Belauschung von dem Klostergebäude her fürchtete, und dann flüsterte sie angstvollen Tones:

Um Gott, Constantin, wie kommst Du hierher? Was willst Du hier?"

Ich wollte Dich sehen, Geliebte, Dich Wiedersehen nach so langer, langer Trennung."

Bedenke die Gefahr!" flehte Barbara, wieder scheu um sich sehend.

Ich fürchte keine Gefahr," entgegnete Constantin muthig.

Da neigte sich Barbara an des jungen Mannes Ohr und flüsterte ihm zu:

Und doch, und doch! Du kennst die nicht, welche dort wohnen."

Sie deutete bei diesen Worten nach den Klostergebäuden, welche ihre Dächer über das Grün der Bäume und Gesträuche emporstreckten.

Constantin lächelte stolz und sagte dann:

Mit diesen Allen nehme ich es wohl auf!"

Indessen schien er es doch auch für rathsamer zu halten, sich jeder Beobachtung von dem Klostergebäude aus zu entziehen. Deshalb ergriff er wieder Barbara's Hand und zog sie, ohne ein Wort zu sagen, hinter das Gebüsch, hinter dein er sich verborgen ge­halten. Die Nonne folgte ihm willig.

Und als sie nun hinter dem Gesträuch standen, geschützt durch dieses und durch Baumstämme gegen die lauschenden Blicke von den Klostergebäude her, da fragte Barbara hastig, wie es Constantin denn möglich gewesen sei, in den von aller Welt abgeschlossenen Kloster­garten zu dringen?

Was ist der Liebe unmöglich?" entgegnete Constantin.Ich wußte, daß Du hier seist, und da stand mein Entschluß auch fest, Alles aufzubieten, Dich zu sehen und mit Dir eine Verbindung an­zuknüpfen."

Er erzählte dann, daß er mancherlei Versuche gemacht, sich Bar­bara zu nähern oder doch wenigstens einen Brief ihr zukommen zu lassen, allein Alles sei auch an der Unnahbarkeit gescheitert, in welcher sich das Kloster halte. er habe die um dasselbe gezogenen Schranken nicht zu durchdringen vermocht. Wenn er bei dem Gottesdienste in die Kirche gedrungen, um, einen günstigen Augenblick benutzend, sie zu erspähen und ihr vielleicht ein Zeichen seines Daseins zu geben,