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so sei seine Hoffnung doch getäuscht worden, denn seine'Blicke hatten die SLleier nicht zu durchdringen vermocht; die Gestalten seien in dem Klostergewande zu wenig zu unterscheiden gewesen, und auch in der Kirche sei die Abgeschlossenheit noch viel zu groß gewesen, so daß er auch nicht im Entferntesten seine Absicht habe erreichen können. Wohl sei es ihm manches Mal gewesen, als ob er ihre Stimme aus dem Gesänge heraushöre, doch wisse er nicht, ob dieses wirklich der Fall gewesen, oder ob er sich nur getäuscht habe. — So sei er denn bald zu der Einsicht gekommen, daß er aus solche Weise seinen Zweck nicht erreiche; er habe den Kirchenbesuch eingestellt und dagegen mit noch mehr Eifer es versucht, sich auf andere Weise ihr zu nahen. Er habe Unterhändlerinnen gewonnen, die ihm versprochen, wenigstens eine schriftliche Verbindung mit Barbara zu vermitteln, allein entweder hatten sie zu viel versprochen, oder sie hatten in solchen Sachen kein Geschick gehabt, denn ihre Versuche waren vergeblich gewesen, uud sie kamen immer wieder mit der Nachricht zu dem Ungeduldigen, es habe sich noch keine Verbindung möglich gemacht, die betreffende Nonne sei zu sehr beobachtet, eine Annäherung an sie noch nicht räthlich gewesen. So wurden Constantin die Briefe immer wieder unerbrochen zurückgestellt, bis er glaubend, daß die Weiber nur ihr Spiel mit ihm trieben, um Geld von ihm zu ziehen, diese Vermittelung aufgab und einen andern Weg einschlagen wollte. Aber mit den Versuchen, die er noch weiter übernahm, blieb es eben so wie erst, er konnte keines Resultats sich erfreuen.
Zuletzt war er auf die Idee gekommen, als Gartenbursche verkleidet in den Garten zu dringen und dieses war ihm durch Beistand des alten Klostergärtners gelungen, der an gewissen Tagen in dem Kloster zu arbeiten hatte, aber zu alt und stumpf geworden war, um selbst noch viel zu machen. Constantin hatte so scheinbar die Arbeiten übernommen und die Zeit benutzt, um sich mit dein Garten bekannt zu machen, namentlich aber die Mauer zu untersuchen, welche Alles einfaßte, um Stellen zu erspähen, an welchen er im Nothfall auf die leichteste Weise übersteigen könnte, und dieses war ihm gelungen, er hatte solche Stellen gefunden und konnte nun so oft er wollte in den Garten dringen. Obgleich er für gewöhnlich durch die für den Gärtner zu bestimmter Zeit geöffnete Pforte ging, so hatte es Constantin doch auch schon versucht, in der Nacht überzusteigen, getrieben

