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von der ungewissen Hoffnung, daß ihm der Zufall günstig genug sein und ihm eine Verbindung mit Barbara ermöglichen werde.
Barbara staunte über die Verwegenheit Constantin's und zitterte zugleich für ihn.
„Aber, um Gott," sagte sie bebend, „was kann für Dich und mich entstehen, wenn Deine Anwesenheit entdeckt wird, wenn man es inne wird, das ich mit Dir gesprochen."
„Wir werden vorsichtig sein," cntgegnete Constantin. „Auge und Ohr müssen zugleich sehr auf der Wacht bleiben, damit wir vor Ueberraschung gesichert sind."
„O, diese Nonnen sind Teufel," sagte Barbara. „Sie sind schlau und listig; sie haben auch offene Augen und Ohren und auch falsche Herzen dazu, welche ihre Umgebung belauschen und sie zu verrathen trachten. Ach, es ist ein freudloser Aufenthalt, dieses Kloster."
„Aus diesem Aufenthalte Dich zu befreien, komme ich," ent- gegnete Constantin. „Nicht lange mehr sollst Du hier bleiben. Habe nur Geduld, bis ich es möglich gemacht, mit aller Sicherheit handeln zu können."
Erstaunt sah Barbara ihn an und fragte dann, was er damit meine.
„Ich will Dich aus diesen verhaßten Räumen führen," erklärte Constantin. „Diese Mauern umschließen neidisch ein blühendes Leben und wollen es für die Welt abtödtcn. Ein Kloster ist ein Grab, in welchem Lebendige eingesargt sind."
„Ach, wie Du Recht hast," seufzte Barbara. Ja, das Kloster ist nichts als ein Grab, öde und freudlos wie dieses, aber doch nicht so ruhig. Wäre doch aus diesem Grabe ein Auferstehen!"
„Du sollst wieder auferstehen und Dich der schönen, weiten Gotteswelt wieder freuen, wie Du es ehemals gethan hast," rief Constantin feurig.
Erschrocken legte Barbara dem unvorsichtig laut Sprechenden die Hand auf den Mund und sich scheu umschauend, sich zu vergewissern, ob auch Niemand sie belausche, flüsterte sie:
„Still, um Gottes willen, still!"
Nach einer Pause fragte sie:
„Wie soll ich Deine Worte nehmen?"

