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und dann sei es auch leicht möglich, sie finde sich Widerwärtigkeiten ausgesetzt, selbst Verfolgungen, da es immer eine Klasse Leute gäbe, die in solchen Schritten schwere Verbrechen sähen und demgemäß handelten.
Constantin sagte ferner, daß in fremdem Lande Barbara nicht ohne männlichen Schutz leben könne, daß sie Jemand haben müsse, der für ihre Existenz sorge, um zu verhindern, daß sie nicht dem Mangel ausgesetzt werde, der sich ihr in der Fremde und ohne Unterstützung von Seiten der zürnenden Verwandten ganz ohne Zweifel recht empfindlich nahen würde. Er machte ihr begreiflich, daß er nun der Einzige sei, welcher ihr eine sichere Stütze bieten könne, und daß er diese auch sein wolle, wie überhaupt Alles, wie dann auch sie hingegen, mit ihm für immer verbunden, ihm Alles sein werde.
Um aber diese Aufgabe würdig zu erfüllen, mußte Constantin vor Allem darauf denken, sein Studium bis zu einem bestimmten Ziele abzuschließen und dadurch sich zu einer Selbstständigkeit im praktischen Leben zu befähigen, um sich eine passende Beschäftigung mit genügender Einnahme zu verschaffen.
„Dieses aber wird so lange nicht dauern, Barbara," schloß Constantin. „Also habe nur Geduld und harre in treuer Liebe zu mir aus."
„Gewiß," flüsterte Barbara zurück, „ich will dulden, tragen und hoffen."
„Hoffen aus den Tag, an welchem Du für immer diesem freudlosen Aufenthalte den Rücken kehrst," fuhr Constantin fort, „es wird Dir sein, als ob nach langer Winternacht der holdeste Frühling Dir erwacht wäre, und Du wirst Dich in seiner Gluth baden, wie das muntere Vöglein im Maiensonnenschein, den es mit jubelnden Liedern begrüßt. Macht nicht schon die Hoffnung aus eine solche Umwandlung Deines Schicksals Dich glücklich?"
„O, sie würde es, wenn hier in dem Kloster überhaupt von einem Glück die Reve sein kann," antwortete Barbara. „Aber wenn ich aus Alles schaue, was in dem Kloster mich umgiebt, da überfällt mich auch sofort das lebhafteste Bangen, denn mir ist, als ob boshafte Hände schon sich ausstreckten, jedes mir nur von ferne aufdämmernde Glück in seinem Entstehen zu vernichten und ruich

