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Lage, die ihr freudloser als je erschien. Diesen Muth bedurfte sie ja so sehr. Der Garten war der Ort, welcher ihr flüchtige Minuten des Glückes bringen konnte, jenes Glück, welches sie schon einmal genossen in jenen glücklichen Tagen, wo sie noch nicht durch solche Ketten, wie sie jetzt ihre Glieder umschlangen, gefesselt war.

Solche Gedanken durchjagten blitzschnell das Hirn der Nonne, sie senkte den Blick, trat zurück, dabei ganz den gewöhnlichen Ge­brauch vergessend, nach Auferlegung einer Buße sich bei der Oberin noch für die milde Strafe zu bedanken, so wie der Sclave Amerika's, nachdem er gepeitscht und gemartert war, noch seinDanke, Massa!" schreien und demüthig die Hand küssen mußte, die ihn gepeinigt.

Die Oberin bemerkte dieses mit Mißfallen, welches sich deutlich auf ihrer gefalteten Stirne ausprägte, und sie fragte mit zürnendem Tone:

Erscheint Dir die Buße, welche ich Dir zum Heile Deiner Seele auferlegte, zu hart, Schwester Barbara?"

Nein, Hochwürdige," entgegnete Barbara.Ich danke."

Das Wortdanke" stieß sie nur mühsam hervor, es wollte ihr eben nicht über die Lippen.

Aber die Oberin war durch diesen erpreßten Dank doch befriedigt und wandte sich zu anderen Nonnen, an denen sie aus dieser oder jener Ursache etwas zu rügen hatte.

Barbara aber, die sich von den Anderen zurückzog, dachte bei sich, sie könne doch nicht glauben, daß die Handlungsweise der Vor­gesetzten etwas zu ihrem Seelenheile beizutragen vermöge, denn sie werde dadurch nur zur Lügnerin gemacht.

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