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Nach jenem Tage, wc> Constantin Barbara den Liebesschwur geleistet und diese ein gleiches Versprechen abgelegt hatte, war er abgereist und Barbara befand sich in Warschau im Hause ihrer Eltern im Kreise der Familie, die sich eines stillen Glückes in traulichem Beisammensein erfreute. Von hier aus begann dann ein Briefwechsel zwischen den Liebenden, der im Geheimen mit dem größten Eifer fortgesetzt wurde.

Constantin befand sich auf der Universität Krakau, von dort aus schrieb er der Geliebten liebeglühende Briefe, er theilte ihr alle seine Erlebnisse mit und zeigte ihr, wie ihr Bild Tag und Nacht nicht von seiner Seele wich, und wie er sich nur dann am glücklichsten befand, wenn er in einsamen Stunden ungestört in seinen Träumen sich mit ihr beschäftigen und sich das Glück ausmalen konnte, welches er zu genießen hoffte, wenn er erst das heiß angestrebte Ziel errungen, mit ihr für das ganze Leben vereint zu sein.

Constantin erging sich in glühenden, schwärmerischen Träumen von der Zukunft, die er Barbara in den rosigsten Farben ausmalte. Ein Paradies, um welches selbst Götter die Menschen beneiden konnten, mußte dem Paare erblühen.

Allerdings mußte Constantin bei seinen glühenden Schilderungen der gehofften glücklichen Zukunft auch imnrer wieder zugeben, daß es noch eine sehr bedeutende Zeit dauern werde, ehe er so weit sei, an die Erfüllung seiner heißen Wünsche zu denken; es mußten da Jahre noch vergehen, denn er hatte noch ein langes Studium vor sich, und hatte er dieses beendet, so mußte er vor Allem darauf denken, in der Welt eine Stellung zu erringen, die ihm die Gründung einer Häus­lichkeit möglich machte.

Wenn er Barbara davon schrieb und ihr seine Entwürfe für die Zukunft mittheilte, da klang wohl manches Mal schmerzliche Sehn­sucht und Ungeduld durch, daß die Zeit so lange noch sich ausdehnen sollte, aber er sprach auch seinen festen Entschluß aus, Alles aufzu­bieten, um diese Zeit nach besten Kräften abzukürzen, was nur ge­lingen könne, wenn er sich mit allem Eifer auf sein Studium warf und zugleich sich bemühte, die Gunst einflußreicher Männer zu er­werben, die ihm dann behilflich sein konnten, daß er sogleich nach abgeschlossenem Studium eine seinen Wünschen entsprechende Stellung erhielt.