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Auch ich hoffe das," entgegnete Barbara.Doch wie die Heiligen wollen, die über uns Alle wachen."

Sie seufzte leise bei diesen Worten, hielt aber an sich, denn die Anwesenheit der beobachtenden Nonne legte ibr Zwang auf.

Constantin ging und Barbara schlich nach ihrer Zelle zurück.

Als dann endlich ihre Bußzeit aus war, da eilte sie wieder in den Garten hinab und das Glück wollte, daß sie an der verabredeten Stelle den Brief von Constantin bereits vorsand.

So war denn der Berkehr zwischen den Liebenden wieder er­öffnet, sie schrieben sich und in mancher heimlichen Stunde sahen sie sich und konnten sich sprechen, die Hände drücken und umarmen.

Constantin tröstete dann die Geliebte, er bat sie, noch muthig in ihrem Zwange auszuhalten, bis daß er sich Aussicht aus Selbststän­digkeit errungen, dann aber dürfe sie keine Stunde länger in dem verhaßten Hause bleiben, er werde sie befreien, es koste, was es wolle.

O, wäre ich doch reich genug, um es darauf ankommen zu lassen," sagte er.Wüßte ich Dich vor Mangel und Entbehrung geschützt, jetzt schon würde ich Dich mit mir fortführen. Aber so könnte ich es nicht verantworten, wollte ich Dich in die Welt führen, damit Du Noth leiden müßtest."

Ich will ja geduldig harren, wenn ich nur Dich oft sehe," tröstete Barbara.

Und sie harrte auch aus mit Geduld'; wenn auch nur dem Zwange gehorchend, so verrichtete sie doch die ihr obliegenden klösterlichen Pflichten so ziemlich pünktlich, daß die Priorin keine ernstliche Klage führen konnte und also auch keine Veranlassung hatte, ihre beliebten Buß- und Strafmittel Barbara zuzudictiren. Ueberhaupt hatte es den Anschein, als ob jener singirte Brief nach Warschau der Priorin eine günstigere Meinung von Barbara beigebracht habe und sie dieselbe mit weniger strengen Aufmerksamkeit beobachte; nur die Schwester Crescentia, die gefürchtete Lauscherin, bewachte sie, wie überhaupt alle Ordensschwestern aufmerksamen Blickes.

Barbara verbrachte viele Stunden in der Zelle Iosepha's, die immer leidender wurde, ohne daß die anderen Nonnen sich viel darum gekümmert hatten, denn Iosepha's Abgeneigtheit, sich dem Klosterzwange zu fügen, hatte sie in Ungunst gesetzt.