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Munde anzuhören. Sie sagen, Sie wollten Alles thun, was ich befehle-, nun gut, ich befehle Ihnen, mir ferner nicht mehr mit solchen Ausbrüchen sinnloser Leidenschaft zu nahen, die ich nicht annehmen und noch weniger erwidern kann. Haben Sie mich verstanden?"

Ihr Blick traf bei den letzten Worten den Pater so ernst und streng, daß er vor dessen Gewalt unwillkürlich zurückwich; doch dauerte seine Erregung nicht so lange, er hob das Haupt wieder und rief zum zweiten Male:

Maria, weshalb wollen Sie"

Still, still," wiederholte Maria, strenger noch ihn unterbrechend.

Da zuckte ein wilder Zornblitz aus des Paters dunklen Augen zu der jungen Gräfin hinüber, und in diesem Blicke lag eine schlecht versteckte Drohung. Allein er sah auch, daß er in ihrer jetzigen Stimmung der jungen Gräsin nicht mehr mit solchen Anträgen nahen dürfe, er überhaupt zu voreilig gewesen war. Er trat also zurück und sagte mit gemäßigtem Tone:

Entschuldigen Sie, Maria, wenn mein Herz überfluthete und meine Zunge sich verleiten ließ, diesen Gefühlen Worte zu leihen. In meinem Herzen wird Ihr Bild stets als Heiligthum stehen, mein ganzes Sein wird für dasselbe erglühen, aber ich will mir Zwang auflegen und diese Gefühle als Geheimniß in mich verschließen, bis daß Sie vielleicht, durch die Beweise meiner treuen Liebe gerührt, mir gestatten, offen zu Ihnen zu sprechen, und dann, ja dann blüht mir wohl doch noch das Glück Ihrer Gegenliebe, nach der ich mich so sehr sehne. Befehlen Sie übrigens ganz über mich."

Florian verbeugte sich sehr förmlich vor Maria und verharrte dann in demütbiger Haltung, als erwarte er von ihr Weisungen. Hätte aber Maria den Pater jetzt genauer beobachtet, so würde sie den unheimlichen, stechenden und lauernden Blick wohl bemerkt haben, mit welchem er sie beobachtete.

Maria wäre am liebsten allein und ganz ihren eigenen Gedanken überlassen geblieben, um sich vorerst zu sammeln und Pläne zu ent­werfen, wie sie dem ihr drohenden Schicksale entgehen könne, und sie deutete dieses auch dem Pater an; doch Florian war noch nicht ge­neigt, sich zu entfernen, und bemerkte gegen die junge Dame, daß die heutige Gelegenheit, ohne Zeugen zu sprechen, wohl sobald nicht