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oft schneidend durch schlecht verwahrte oder zerbrochene Fenster pfiffe so daß Niemand gern hinaus ging, wenn der Klosterdienst nicht dazu nöthigte.

Auch Barbara empfand diese Einförmigkeit schmerzlich, um so mehr, als der Winter ihren persönlichen Verkehr mit Constantin ver­hinderte, welchen ste nach Ablauf ihres Hausarrestes wieder aufzuneh­men und fortzusetzen wußte, ohne daß bis jetzt eine Entdeckung statt- gcfunden hatte; auch der Briefwechsel war unentdeckt geblieben. Dies Alles hatte stch durch den Eintritt des Winters geändert; im Garten lag hoher Schnee und der Nordwind pfiff durch die entblätterten Bäume und Sträuchen Rauher Wind ist aber ein arger Störer bei zärtlichen Zusammenkünften und der Schnee ein großer Derräther, denn er giebt die Fußspuren wieder.

Wie seufzte da Barbara manches Mal nach dem Frühlinge, der ihr den Anblick Constantins und die trauten Unterhaltungen mit ihm bei verschwiegener Nacht zurückbringen sollte. Sie hatte im Kloster nur die Schwester Josepha zur Vertrauten, allein diese war in der letzten Zeit immer leidender geworden, so daß sie fast stets das Bett hüten mußte und sich an dem Kirchendienste nur in den höchst selte­nen Perioden, wo sie sich etwas kräftiger fühlte, betheiligen konnte. Auf Barbaras Arm gestützt legte sie dann den kurzen Weg nach dem Nonnenchore und von dort wieder in ihre Zelle zurück. Aber bald mußten auch diese Gänge wegen immer mehr zunehmender Schwäche gänzlich eingestellt werden und Barbara blieb nun die treueste Pfle­gerin Iosepha's, die sich mit Liebe an sie geschloffen und mit Dank­barkeit erkannte, wie sehr dieselbe bemüht war, ihr den traurigen Zu­stand, worin sie sich befand, nach Kräften zu erleichtern.

So saß Barbara in einer Nacht wieder an Iosepha's Lager. Der Kircbendienst war vorbei, die letzte Hora gesungen und da sie sich freiwillig zum Wachen bei der Kranken erboten, so war sie von der Betheiligung an der Mitternachtshora entbunden worden.

In dem Kloster herrschte Ruhe, denn die Nonnen hatten sich längst in ihre Zellen zurückgezogen und schliefen. Aber draußen war es sehr unfreundlich, der Wind brauste heftig und trieb den aufge­wirbelten Schnee um die Klostergebäude, er rüttelte an den Fenstern, als wolle er erzürnt in das Gebäude selbst dringen und den Schnee, der gegen die Scheiben geworfen wurde, hineinjagen in die Kloster-