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Einwilligung zu diesem Schritte suchte man dieses Mal bei dem Bischöfe nicht nach und derselbe schien dieses schmerzlich zu empfinden, daß man nicht wenigstens die Form beobachte. Was konnte er aber thun, ein Protest gegen das Vorgehen des Gerichts würde nicht ge­holfen haben und so mußte er stch begnügen, der Commisston an's Herz zu legen, daßdie beiden Ordensdamen rücksichtsvoll und standes­gemäß behandelt würden." Er gab dem Canonicus Piatkowsky Auftrag, der weiteren Handlung beizuwohnen. Nachmittags drei Uhr erschien ein verschlossener Wagen, von starker Husareneskorte be­gleitet, vor dem Kloster der Karmellterinnen. wo sich unterdessen wieder eine zahlreiche Volksmenge eingefunden hatte. Der Canonicus Piat­kowsky, ein Actuar des Gerichts und der Wachtmeister stiegen aus und begaben sich in bas Kloster, wo sie der Oberin und deren Vor­gängerin die Verhaftung ankündigten. Die beiden Ordensschwestern wurden fast ohnmächtig bei dieser Mittheilung; dann protestirten sie gegen ihre Verhaftung und weigerten sich, den Herren vom Gericht «$u folgen; sie behaupteten, das Gericht überschreite seine Befugnisse und drohten mit Klageführung wegen solchen Vorgehens. Achselzuckend entgegnete der Actuar, das Gericht wisse vollkommen, wie weit es gehen müsse und könne und habe es schon gezeigt, daß es sich durch Protestationen der Geistlichkeit nicht im Geringsten in seinen Amts­handlungen stören lasse, zu denen es berechtigt sei. Er machte noch besonders darauf aufmerksam, Haß jetzt Gleichheit vor dem Gesetz be­stehe und sie da nicht die geringste Bevorzugung zu beanspruchen und noch, weniger zu erwarten'hätten.

Wir können nur dem geistlichen Gerichte unterworfen werden," rief die Oberin.Der Bischof"

Der Herr Bischof erkennt die Befugniß des weltlichen Gerichts an." nahm jetzt der Canonicus das Wort und fügte hinzu:und er sendet mich, dieses zu bezeugen." Diese Worte übten auf die Ordens­schwestern eine vernichtende Wirkung; aber sie erholten sich bald und erklärten, sich an den Ordensgeneral in Nom, an den heiligen Vater selbst wenden zu wollen.

Weder der Ordensgeneral, noch der heilige Vater selbst haben hier eine Stimme und sie dürfen und können den Gang des Gerichts nicht im geringsten beeinflussen." antwortete der Actuar.

O, heilige Jungfrau, ist es dahin gekommen in der sündigen Welt?" rief Fräulein von Wenzyk und hob die Hände zum Himmel.

Zur Gleichheit vor dem Gesetze."

Wir erkennen dieses Gesetz nicht an!"

Dieses hilft Ihnen nichts. Stehen Sie unter dem Schutze des Gesetzes, so stehen Sie auch unter seinem Richterspruch."

Wohl wollten die Ordensschwestern noch protestiren. allein dieser Versuch nutzte ihnen nichts und sie stellten nun den Antrag, wenn sie denn durchaus verhaftet werden sollten und verhaftet werden müßten.