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auf der Erde Alles erklären, warum nicht auch das. — Höchst gelegener Schlagfluß!"
„Allerdings so gelegen, als nur irgend Etwas," sagte Soltyk, „und deshalb liegt wohl der Gedanke sehr nahe, daß dieser Schlagfluß kommen mußte."
„Ja, ja!" ries Einer, erhitzt aufspringend, „er mußte kommen,, und deshalb liegt auch ein anderer Gedanke sehr nahe, und der ist: daß wir die Klosterhetze sortsetzen müssen."
„Die Behörden werden dies wohl übelnehmen!" bemerkte ein Zweiter. Der Erste lachte bitter-. „Die Behörden sagst Du?" fragte er und fügte dann hinzu: „Das haben wir heute gesehen. Heute führte der Herr General in eigener Person die Jesuiten in ihr Collegium zurück. Das Volk heulte vor Wuth darüber und hätte sich gern über die Paters hergestürzt, aber was konnte es thun? Voran und hinten und aus beiden Seiten Bajonete. So mußte man sich mit Flüchen begnügen."
„Und so kann man auch jetzt nichts mehr thun," sagte Kotowsky, „denn die Bajonete schützen die Kutten. Seit Mittag steht die ganze Garnison in den Casernen in Bereitschaft; seit Sonnenuntergang sind alle Maßregeln getroffen, um jeden Angriff unmöglich zu machen. Ich habe genaue Kunde darüber. Vor dem Kloster der Karmeliterinnen- surien steht eine Compagnie, vor dem Jesuitenkloster eine zweite, am Eingänge in die Vorstadt Wassola eine dritte. Husarenabtheilungen sperren alle Zugänge zu der Gasse Lubier. Alle übrigen Klöster sind ebenfalls von Milrtärabtheilungen bewacht. Aus dem Marktplatze am Kloparz steht ein ganzes Bataillon Infanterie, und aus dem Ringe vor der Hauptwache sind zwei Compagnien Pionniere ausgestellt. Alle diese Truppen haben Ordre, aus den Straßen zu kampiren; die Husaren müssen die ganze Nackt hindurch im Sattel bleiben und die ganze Stadt sammt den Vorstädten durchpatrouilliren. — Ihr seht also, Freunde, mit der Kuttenhetze ist es jetzt nichts mehr, und ich kann keinen besseren Rath geben, als daß man sorgfältig vermeidet., was irgendwie zu einer Reibung mit dem Militär führen könnte, und also ein Jeder ruhig nach Hause gehe."
Nach diesen Worten ergriff Kotowsky seines Freundes Arm und verließ mit ihm die Restauration. Als Beide unter dem freien Nachthimmel standen, da wandte sich Kotowsky zu seinem Freunde und fragte: „Was meinst Du nun, Soltyk?"
„Was ich meine? Es wird Alles beim Alten bleiben!" ent- gegnete der Gefragte. „Uns wenigstens ist es mcht vergönnt, die Unglücklichen zu rächen, die als Opfer des KlosterwU'ens sielen. Du kannst Maria nicht rächen, ich nicht Barbara."
„Leider nein, was wir früher nicht vermochten, vermögen wir jetzt noch weniger."
„Aber das Gericht?"

