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8. ö2.

Die Oeffnungen, als: Fenster und Thüren, muß man oben in der Mauer mit einem Bogen versehen. Wenn man einen steinernen Sturz aufleget, welcher von den Gewändern gestützet wird, so muß über demselben ein Bogen ge- spannet werden, damit der Sturz nicht durch die Last der Mauer abgedrückt werde. Die Oeffnungen müssen weder zu viel noch zu nahe an einander seyn, und damit die durch­brochenen Mauern nicht so sehr geschwächet werden, müssen denselben starke Mauern oder Schäfte an die Seite gebauet werden, welche desto größer seyn sollen, je größer die Oeffnung oder näher sie den Ecken ist.

§. 53.

Sind die Mauem wol auögetrocknet, so werden sie getünchet. Der Mörtel dazu muß aus einem zähen und lange vorher gewässer­ten Kalke verfertiget werden. Vitruv will, daß das Bertünchen durch verschiedene Anwürse geschehe. Die ersten zwei oder drei sollen von gemeinem Mörtel seyn; nachdem diese zum Theile getrocknet sind, wieder zwei oder drei von einem Mörtel aus Kalk und feinem Sande oder zerstoßenem Marmel oder Gipse; endlich soll die letzte Lage wol geglättet und geweißet werden.

Baukunst. 3