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§. 86.

Wenn man die Fenstermauern schmieget, daß der Schaft mit der Brustlehne (der dün­nen Mauer unter dem Fenster) einen Winkel von 100 oder 105 Graden machet; so erhält man noch viel mehr Licht, ohne den Schaft zu schwächen, und ohne dem Bewohner des Ge­maches , der an die Schäfte Tische und der­gleichen zu stellen pfleget, einen Platz zu benehmen. Die Schäfte bleiben bei dieser Schmiege noch immer breit genug. Sind die Fenster groß, und lassen sie ohnedies genug Licht in das Gemach, so machet man auch gar keine Schmiege. Aus eben dieser Ursache werden auch die Fensterkreuze und Fensterrah­men von innen abgeccket.

§. 87.

Die Brustlehne gestattet zum Fenster ei­nen bequemen Zutritt; sie muß aber nicht über einen Schuh dick, und nicht über drei Schuh, oder unter zwei Schuh und neun Zoll hoch scyn, damit man bequem und ohne Gefahr, hinaus zu fallen, über das Fenster sehen könne. Die Brustlehne ist abhängig, da­mit das Regenwasser abfließe.

§. 88 .

Die mittelmäßigen Fenster sollen wie die Thüren viereckig seyn, sowol wegen der