§. 136 .

Das Walmdach ist dem Satteldache wegen der Schönheit, Festigkeit der Sei­ten, wegen der Feuersgefahr, weil die Dach­flächen sich von den Dächern der daran gebau­ten Häuser mehr entfernen, weit vorzuziehen. Das Pultdach ist das schwächste. Das Man- sardische hat diese Bequemlichkeit, daß der untere Theil zu Wohnungen kann gemacht werden. Allein es ist sehr kostbar, dem Feuer und andern Ungemächlichkeiten sehr unter­worfen, also zwar, daß alles gegen einander gerechnet, es zuträglicher wäre, anstatt des­selben ein neues Geschoß (Stockwerk) aufzu­setzen. Zu dem würde das Gebäude, wenn , es nicht sehr breit und hoch ist, lauter Dach

zu sehn scheinen.

ntr.

§. 137.

Das Zimmerwerk eines Daches bestehet aus dem Gespärre und dem Dachstuhle. Das Fig. 37. Gespärre ohne Dachstuhl (Fig. 37. und 38.)

38. ist für ein schmales Gebäude allein hinläng­lich, und wird ein leeres Dach genannt. Fig. 39. an lege auf die Mauern (AB Fig. 37. 39.

40. und 40.) die Mauerlatten oder die Mauerbank nach der Lange des Hauses; auf d»rse werden die Bundtrame' pq aufgekämmet, woraus die Sparren (pc, qc) errichtet werden; diese bilden oben, wo sie in einen Winkel zusammen-