Guicciardo (welcher sich mittlerweile Lanren genähert hat, kniect nach Entfernung SalvatierenS demuthvoll vor ihr nieder, und legt ihr fein Schwert zu Füßen.)

Nehm't hin den Willen, Herrinn! für die That.

Laura (reicht ihm die Hand, erhebt ihn, und sinkt dann etwas verschämt, Jsella um den Hals.

Nimm, Schwester! meinen Dank. Laß' mich durch Liebe,

Die Liebe dir vergelten. Hin zur Veste!

(Gehet langsam, auf Jsella gestutzt, mit ihr links im Vordergründe ab, bey den Coulissen noch einmahl freundlich auf Gnieeiarden zurück­blickend, welcher mit freudigem Blicke zum Himmel schauend, bewegungslos auf sein Schwert gestützt, da gestanden.)

H 0 l k a (welche die Halskette aufgehoben, und in der Hand behalten, auch Guicciarden, den sie zu erkennen schien, aufmerksam betrachtet hatte, nähert sich ihm langsam, und sagt leise und forschend zu ihm).

Mich däucht, es war doch nicht so übel gethan, vom Löwen, daß er das Mäuschen gepardonirt; und die Kleine, denk' ich, hat redlich Wort gehalten.

Guicciardo (der sich gegen sie gewendet, sie angesehen und erkannt hat.

reicht ihr lächelnd die Hand, die sie mit Inbrunst küßt. Während dem sind mehrere Zigeuner zurückgekommen. Sie wendet sich gegen sie, und geht mit ihnen langsam der Anhöhe links zu, öfters zu­rückblickend. Guicciardo die Hand aus'ö Herz legend, bleibt in Verzückung stehen).

Der Vorhang fällt langsam.

(Spielt einige Wochen später.)

Erster Austritt.

Ein Saal in B enec into's Burg, mit Ahn e nb ilde rn und Waffen behängt.

Venecinto (auf der rechten Seite an einem Tische stehend, sein Schwert putzend. Laura auf der entgegengesetzten Seite, nach dem Aufrollen des Vor­hangs noch die letzten Accorde eines Stückes auf der Harfe anschlagend, dann die Hände langsam in den Schooß sinken lassend, später aber sich ermannend und die Harfe wegstellend.)

B ene cinto.'Nun war' es endlich blank; wird's Wohl auch bleiben: Denn Frieden haben wir mit den Lerias;

(Die gern genehmigten, was gern ich both,)

Dank sey's Alberto's redlichem Bemühen.