15
werden; 2) in der Form und Länge der kleinen Ackerstücken, welche eine andere zweckmäßigere Richtung der Pflugfurche nicht gestatten und somit den Beetbau nicht zulassen; 3) in dem Vor- urtheile, daß durch die Beetfurchen viel Land unbenutzt bleibe; 4) in der Unbekanntschast einer zweckmäßigen Anlage der Beete und ihrer Vortheile und Nachtheile, um beide gegenseitig vorur- theilsfrei abwägen zu können.
Die Hauptzwecke und Vortheile des Beetbaues bestehen: 1) In der möglichst schnellen Erwärmung des Bodens, damit die pflanzlichen und thierischen Stoffe in demselben möglichst schnell sich zersetzen. 2) In der bequemen Ableitung der überflüssigen Bodenfeuchtigkeit. 3) In der besseren und stärkeren Einwirkung der Atmosphärilien auf einer möglichst großen Oberfläche. 4) In dem Schutz gegen Winde. 5) In der Möglichkeit tieferen Pflügens, ohne den rohen Boden auf einmal mit der Ackerkrume zu mengen. 6) In der Möglichkeit, horizontal gelegene Felder mit undurch- lassendem Untergrund zum Theil über das Niveau des Wasiers zu erheben und dadurch anbaufähig zu machen. .7) In der gleichmäßigen und gesicherten Saat. 8) In der gleichmäßigen Ver- theilung des Düngers. 9) In der leichtern Anstellung der Arbeiter. 10) In dem Hochliegen der Halmfrüchte bei der Ernte, wodurch bei regnerischer Witterung das Austrocknen sehr befördert wird. 11) In der Möglichkeit, dem Fortwuchern der Quecken Einhalt zu thun; die Quecke wuchert um so mehr, je flacher und ebener der Boden bei dem Pflügen hingelegt wird. 12) In der Ersparung an Zeit und Kosten bei dem Pflügen. Diese Vortheile vermitteln aber die Beete nur dann, wenn ein jedes Beet aus seiner ganzen Länge gleich breit ist und wenn es in die gehörige Höhe gebracht wird.
Daß die Ackerbeete auch ihre Nachtheile haben, kann nicht geleugnet werden, doch überwiegen die Vortheile die Nachtheile bei weitem. Zu den Nachtheilen der Ackerbeete gehören nach Walz a. a. O. folgende: 1) Je schmaler die Beete sind, desto mehr Arbeit verursachen sie. 2) Beim Ansurchen bleibt ein zwei Pflugabschnitte breiter Streifen Landes ungelockert liegen, auf welchem die Pflanzen nur kümmerlich wachsen. 3) Das Fahren auf dem

