Je nach der kleinern oder größer» Anzahl Pflugabschnitte, aus welchen ein Beet gebildet wird, unterscheidet man schmale Beete oder Bifange und breite Beete. Welche von diesen beiden Beetformen den Vorzug verdient, ist eine Frage, welche sich im Allgemeinen nicht zutreffend beantworten läßt, vielmehr entscheiden darüber lediglich Bodenbeschasfenheit und Lage.
Was die schmalen, aus nur vier Furchen gebildeten, stark gewölbten und deshalb hohen Beete, die sogen. Bifange anlangt, so finden sich dieselben noch da am häufigsten, wo fie nicht allein nicht Bedürfnis', sondern sehr nachtheilig sind, nämlich im Sandboden, welcher der Zurückhaltung der Feuchtigkeit so sehr bedarf, aber gerade durch die hohen schmalen Beete dem schnellen Austrocknen unterworfen ist. Die Bifange auf leichtem, trockenem Boden vermögen durch keine stichhaltigen Gründe gerechtfertigt zu werden; wenn doch Helserich in der „Zeitschrift des landw. Vereins für Baiern" eine solche Rechtfertigung versucht, so ist er in dem entschiedensten Jrrthum.
Es ist schon oben hervorgehoben worden, daß alle Nachtheile des Beetbaues hauptsächlich den hohen und schmalen Beeten aufzubürden sind; wenn dieses nun nicht abzuläugnen ist, so sollte man derartige Beete auch nur da in Anwendung bringen, wo sie Bedürfniß sind. Bedürfniß sind sie aber lediglich: 1) In sehr schwerem Boden, welcher eine ebene oder keffelförmige Lage hat und in Folge dessen naß ist. 2) Auf sehr naßgalligem Boden. 3) Auf stark abhängigen Feldern mit leichtem Boden, wo jeder Bifang gleichsam einen Damm gegen das Reißen des Waffers bildet. 4) Auf Feldern mit sehr seichter Ackerkrume, wo nur durch Auspflügen in schmale und hohe Beete eine Bearbeitung stattsinden kann. In allen anderen Fällen sind die Bifange verwerflich, weil sie in ihrem Gefolge sehr große Nachtheile haben.
Zu diesen Nachtheilen sind zu zählen: 1) Ungenügende Bearbeitung, indem die Hälfte des ganzen Landes unbearbeitet bleibt, weil der erste Pflugabschnitt stets auf ein zwei Furchen breites Stück Land gelegt wird. 2) Die Gefahr des Verdorrens und Ersaufens der angebauten Pflanzen. Dieselben werden nämlich bei anhaltender Trockenheit und Hitze auf dem Rücken der Beete
Lobe, Ackerbestellung. 2

