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unseres hart heimgesuchten Kantons zu berathen, haben auch Sie, die Stellvertreter des Luzerner'schen Volkes, sich besammelt, um dessen Wohl zu fördern, allen Schaden aber von ihm abzuwenden. Worüber die Voten zu Zürich sich verständigen, was sie durch eine Mehrheit der Stände werden beschließen können — ist bekannt. Es ist der dringende Wunsch: daß Luzern die beschlossene Berufung der Väter der Gesellschaft Jesu zurückziehen und daß es mit allen betreffenden Kantonen Amnestie aussprechen möchte über alle politischen Vergehen und Verbrechen. Um diesen doppelten Preis hofft die Tagsatzung dem Kanton Luzern den gestörten Frieden wieder zu geben und das ganze Vaterland aus der ihm drohenden Gefahr retten zu können. Die Unterzeichneten sind weit entfernt, hierin Hochdenselben weisen Beschlüssen vorzugreifen oder Ihnen ein solchartiges förmliches Begehren vortragen zu wollen, aber sie erachten es als eine Bürgerpflicht, Ihnen alle jene Bedenken ehrfurchtsvoll zu er- . öffnen, die ihr ganzes Gemüth mit drückenden Sorgen erfüllen. Wir wollen das bereits getragene Loos unserer Milizen und ihrer Quartiergeber nicht erwähnen, denn dasselbe kann in keine Betrachtung gezogen werden gegen jenes Unglück, welches bei dem allfälligen Ausbruche eines Bürgerkrieges, wovor uns Gott behüten wolle, unser wie das Volk anderer eidgenössischen Stände betreffen müßte. Dieses in Aussicht gestellte unabsehbare Unglück mit allen seinen furchtbaren, Volk und Land verderbenden Folgen bis selbst in eine ferne Zukunft hin möchten wir vorab Hochdenselben zu Herzen legen.
Wir wollen auch nicht in eine vorzugsweise Erdaurung ziehen den Ruin, die Verarmung so vieler, unserem Kantone angehörigen Familien, die erfolgen muß, wenn der riesenhaft begonnene Strafprozeß nach der Strenge des Rechtes durchgeführt werden soll. Mögen die Schuldigen dieses vor ihren unglücklichen Familien verantworten! Aber den nicht zu berechnenden Schaden, der deßhalb nothwendig auch schuldlose Mitbürger, ja selbst ganze, ebenso unschuldige Gemeinden treffen wird, können wir unmöglich übersehen. Die bereits so auffallende Stockung im Handel und Verkehr wird noch mehr zunehmen, die schon so fühlbare Verdienstlostgkeit der arbeitenden Klasse wird noch allgemeiner werden. Eine nothwendige Folge werden ein starkes Sinken des Werthes der Liegenschaften zu

