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Sie, hochgeehrte Herren! geschehen. Ich habe mich in dieser Absicht bei Ersterem gemeldet, sein Antrag wird aber nicht auf mich, sondern auf den Mitbürger Alois Gmür gestellt werden. Der Grund dieses Antrages ist dem Vernehmen nach, daß Gmür in seinen Vermögensverhältnissen etwas zurückgekommen und ziemlich bei Jahren sei, weßhalb man die Wirth- schaft als eine Art von Versorgung betrachtet. Allein, da die neue Wirthschaft nicht zu einem solchen Zwecke, sondern im Interesse der Gesammtgemeinde und des verkehrenden Publikums bewilliget worden, so erlaube ich mir, vorzustellen:
1) daß ich ein schönes, erst vor wenigen Jahren erbautes, an der Landstraße gelegenes Wohnhaus besitze, welches die zu einer Tavernenwirthschast erforderlichen Räume, namentlich Stallungen, in hinlänglichem Umfange enthält;
2) daß meine Vermögensumstände mich in den Stand setzen, eine Wirthschaft vollständig und zweckmäßig einzurichten und in gutem Stande zu erhalten;
3) daß ich und meine Frau in den besten Jahren sind, mithin dem Geschäfte gehörig selbst vorstehen und es ohne Uebervorthellung der Gäste mit Nutzen betreiben können, zumal da ich in Gewerbsgeschäften mehrere Jahre in andern Ländern gelebt und die Welt kennen gelernt habe;
4) mich auf das anliegende psarramtliche Zeugniß über meinen und der Meinigen guten Leumund berufend, bitte ich:
mir die an hiesigem Orte zu errichtende neue Tavernen- wirthschaft gefälligst zu verleihen.
Mar Wunderlich. '
I.I. Vorstellungen. Berichte.
9) WaS enthalten die Vorstellungen?
Sie enthalten gewisse Begehren an die Behörden, Einwendungen gegen die von denselben erlassenen Verfügungen, Rechtfertigungen über gethane Schritte u. s. w. Sie werden in der Regel an Verwaltungsbehörden gerichtet, sowohl an OrtSobrigkeiteu, Kantons- oder ausländische Behörden, oder deren Ausschüsse oder einzelne Mitglieder in amtlicher Stellung.
10) Welches sind die Haupttheile der Vorstellungen?
Es sind die nämlichen, wie bei den Bittschreiben: der Ein-

