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möglich machte. Ein unabänderliches Geschick hat mich näm­lich heute in die tiefste Trauer versetzt. Mein einziger, hoff­nungsvoll aufblühender Sohn wurde mir plötzlich durch den Tod entrissen, so daß mir schon der Anstand, mehr aber noch der hart getroffene Schlag verbietet, das Haus zu verlassen. Ich stelle daher das ehrerbietige Gesuch an Sie, den Tag, den Sie zu meiner Verantwortung angesetzt haben, um einige Wochen hinaus zu setzen, worauf ich um so eher zähle, da für meinen Gegner aus diesem Verzug durchaus keine Gefährde entspringt.

In Entgegensehung einer enisprechenden Erwiederung zeich­net mit achtungsvoller Ergebenheit L. M.

8 .

Gesuch um beschleunigte Behandlung eines Rechts­streites.

Hochgeehrter Herr Präsident!

Es sind nun bereits mehrere Monate verflossen, seit in dem zwischen Herrn Kcßmann und mir obwaltenden Rechtsstreit ein Schiedsgericht eingesetzt worden ist, ohne daß bis zu dieser Stunde etwas Weiteres zur Erledigung der fraglichen Ange­legenheit gethan worden wäre. Sie werden mich daher gefäl­ligst entschuldigen, wenn ich Sie durch Gegenwärtiges dringend ersuche, die nöthigen Maßregeln zu ergreifen, um unfern, bereits lange andauernden Zwist zum Ende zu führen. Sollte der Grund der Verzögerung darin liegen, daß mein Gegner noch nicht die nöthigen Schriften bei Ihnen deponirt hat, so müßte ich darauf bestehen, daß ihm zur sofortigen Eingabe eine möglichst kurze Zeirfrist angesetzt werde, damit ich durch eine derartige lange Zögerung nicht fernern Schädnissen aus­gesetzt bleibe.

In der Hoffnung, mein Gesuch in Bälde erfüllt zu sehen, zeichnet unter Versicherung vollkommener Achtung

Ihr Ergebener P. Müller.

9.

Protokoll über eine Sitzung der Waisenhauspflege.

Anwesend: Herr Pank. Tobler, Präsident.

- Kantonsrath Kläff

- Seckelmeister Ulrich.

- Hcinr. Freitag, Aktuar.

2n der heutiigen Versammlung des Direktoriums der Wai- -