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von abhing, die Aufgabe gut zu können, aber darin lag eben die Schwierigkeit.
Da er fand, daß Philipp's Freundlichkeit in den ersten Wochen und Monaten des halben Jahres aushielt, faßte Hugo Muth, ihm sein Herz zu eröffnen, und ihm anzubieten Alles, was er verlangte für ihn zu thun, wenn er ihm dagegen alle Abend seine Ausgabe überhören wollte, bis er sie richtig könnte. Philipp war eben im Begriff, dagegen einzuwenden, daß er hierzu keine Zeit hätte, als Hugo herausplatzte: „Die Sache ist, daß es mir Nichts hilft, mich von Jedermann überhören zu lassen. — Es muß Jemand sein, vor dem ich mich fürchte."
„Du fürchtest dich doch nicht etwa vor mir?" fragte Philipp erstaunt.
„Ja, allerdings." .
„Weßhalb denn?"
„O, weil du älter bist, — und weil du ein so viel tüchtigerer Croftoner Junge bist, als ich, — und weil du so sehr strenge bist."
„Ja, du sollst mich sehr strenge finden, das versichere ich dir," sagte Philipp, unfähig, ein wohlgefälliges Lächeln zu unterdrücken, bei dem Gedanken, daß sich Jemand vor ihm fürchtete. „Nun, wir wollen sehen, was sich thun läßt. Ich werde dich heute Abend auf jeden Fall überhören."
Halb aus Freundlichkeit und halb aus Eitelkeit fand Philipp jeden Abend Zeit, feinen Bruder zu überhören. Er bezeigte sich allerdings als ein strenger Lehrer, und ließ es nicht an den nöthigen Püffen, Stößen und

