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verrathen hätte, denn wie kann ich wissen, daß ich es nicht hundert Mal in meinem Leben verrathen werde, wenn ich meinen Vorsatz so bald schon vergessen konnte? — Ich werde mich immer fürchten, irgend Jemanden sehr zu lieben, und mit ihm allein zu sein, so lange, wie ich lebe. Ich fühlte früher nie Angst, es zu erzählen, erst seit heute, und Du kannst Dir nicht vorstellen, wie unglücklich es mich macht. Und dann, was mich reizte, es auszuplaudern, war der Umstand, daß der Junge sich grob gegen mich benahm, und sich freute, daß ich diesen Morgen in der Schulstube bleiben mußte, weil ich meine Aufgaben die ganze Woche hindurch schlecht gemacht hatte, — ein Grund mehr, weßhalb ich hätte besonders wachsam sein sollen, wie ich mich gegen ihn betrug; denn daß er mich von der Mauer gestoßen, war doch nur ein Zufall. Alles ist mir heute verkehrt gegangen, und ich bin sehr unglücklich, und es ist mir zu Muthe, als wenn es mir nie wieder gut gehen würde, und deßhalb schreibe ich an Dich. Du sagtest mir einst, daß Du von mir erwartetest, ich würde Alles ertragen, und Du siehst, daß ich es gethan habe, und was mir nun zunächst oblag, war. Dir Alles zu erzählen.
Dein Dich zärtlich liebender Sohn Hugo Proctor.
N.S. — Philipp ist sehr gut gegen mich gewesen, was seinen Beistand bei meinen Aufgaben betrifft, bis zu dieser Woche, wo er sehr beschäftigt war.
N.S. — Wenn Du diesen Brief beantwortest, so bitte ich Dich, auf die Außenseite, oder obenan zu schrei-
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