nicht gerichtet, hinzugehen in die Versammlung der Heiligen? Wußtest Du nicht, daß die Freunde des wunderbaren Mannes beschlossen haben, sich heut hier zu versammeln, um uns höhere Mittheilungen zu machen, und daß von nah und fern die Leute herzuströmen, dem Feste beizuwohnen?"
„Vergib, Weib meiner Seele," antwortete Metz an na, „daß ich Dich heute nicht begleiten kann; erfülle vielmehr meinen Wunsch und bleibe aus der Ver- ' sammlung, denn es quält mich eine böse Ahnung!"
„O ich weiß," erwiederte sie, „Du folgst seit einigen Tagen den geheimen Wanderungen des Vaters, und die Satzungen des Wunderbaren sind Dir gleichgiltig geworden." „O Vater," wandte sie hierauf sich an den Greis, „warum läßest Du Meh a nn a nicht auf dem betretenen Pfade, der doch zum Reiche des Lichtes führt?"
„Kann auch der Bewohner der Höhlen Dir die Wege der Oberwelt zeigen oder der Beduine der Wüste zu Dir sagen: „Siehe, hier geht der Pfad des. Gebirges? Wie willst Du denn, daß jener dunkle Fremdling Dir die Pfade des Lichtes zeigen soll?" Also sagte Kasra.
„Sei gegrüßet, meine Tochter!" ertönte plötzlich die Stimme des so eben Erwähnten, der sich unhörbar der Gruppe genähert hatte und nun mit unheimlich lächelnden, von Einem zum Andern irrenden Augen die beiden Männer betrachtete. „Komm, S a b b a," fuhr er dann fort, „denn ich sehe, Du bist bereit, die Versammlung zu besuchen und das Wort des Herrn zu hören. Wohl dem, deß Ohren geöffnet sind dem Worte der Wahrheit!"

