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auf das Siechbett geworfen; ich aber bin zu schwach, selbst Speise zu holen, und habe auch nicht, was ich bieten könnte für ein Brot oder einen Fisch; darum, so erbarme Dich unserer, wenn Du es vermagst, und der Herr wird Dich segnen!"

So flehte das Weib, und ihr Kummer ging ihm zu Herzen. Da er aber Nichts mehr hatte an Speise, so dachte er bei stch selber:Mein Vater wird nicht schelten, wenn ich das Buch nicht wiederbringe; denn mich dünkt, eine gute That sei besser, als alle geschrie­benen Lehren." Und er sann nicht länger, sondern gab der Frau das Buch und sagte:Ich habe Nichts, als dies Buch; aber wenn Du noch so viel Kraft hast, bis zur nächsten Stadt zu gehen stehe! ich werde Dich schützen so wird Dir Zeder für ein einziges goldenes Blatt Speise und Trank reichen und Du Deinem Mann und Deinen Kindern ein Engel sein. Ehe Du aber ein Blatt hingibst, so merke Dir die gute Lehre, die darauf geschrieben stehet, und befolge ste!" Sprach's und faßte ste bei der Hand, führte sie bis zur nächsten Stadt und zog dann fröhlich seines Weges weiter.

Einige Jahre nach dieser Begebenheit traf es stch, daß der zweite der Brüder desselben Weges zog durch das Gebirge. Er verirrte stch aber und gerieth in Ab­gründe und Schluchten, von wilden Wassern durchbraust und fern von den Wohnungen der Menschen. Schon gab er stch verloren und dachte mit Entsetzen an den Hungertod in dieser Wtldniß, da vernahm er in der Ferne Stimmen, aber sie waren klagend und weinend. So bist Du nicht der Einzige," dachte er,der hier