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Zwölf Wochen schon irrte er in der Wüste, da schreckte er eines Morgens durch ein wildes Geschrei aus seinen Träumen auf und sah sich plötzlich von einer Schaar räuberischer Beduinen umringt, welche der Glanz seines Halbmondes angelockt hatte. Gegenwehr wäre umsonst gewesen, darum bat er siehentlich um sein Leben, und. gab ihnen willig den goldenen Schatz, das Geschenk seines Vaters. Sie waren aber nicht damit zufrieden, sondern suchten nach andern Schätzen, und da sie deren nicht mehr fanden, so beraubten sie ihn der Kleider, schlugen und mißhandelten ihn und zogen dann tobend und lärmend davon. Der Anführer aber der Schaar sprach zu dem Haufen: „Der Halbmond soll hinfort das Zeichen unseres Sieges sein; denn er leuchtet weit in die Ferne und wird unsere Feinde blenden mit seinem Glanze!" Und er nahm den Halbmond und be
festigte ihn an der Spitze seiner Lanze.
So kamen die drei kostbaren Geschenke des Vaters in die Hände Fremder.
. Der alte Emir aber regierte nach wie vor sein Reich mit aller Weisheit und Kraft. Er gedachte aber oftmals in seinem Geiste der theuern Söhne in fremdem Lande und hoffte von Tage zu Tage auf ihre
Wiederkehr; denn sein Herz war bekümmert um sie;
auch mochte er gern noch einmal in ihr Antlitz schauen, ehe denn er stürbe. Lange Jahre hoffte er vergebens, und sein Haar war grau geworden, und seine Hände zitterten, da wurde seine Sehnsucht größer, denn zuvor, und er dachte bei sich selber: „Vielleicht haben sie des alten Vaters vergessen und sind der Thorheit der Welt zum Opfer worden; auch können sie gestorben sein.

