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Damit ich aber erfahre, ob sie meiner noch gedenken, im Fall sie leben sollten, und damit ich die Sehnsucht meines Herzens stille, so will ich einen Aufruf an sie ergehen lassen in alle Länder und die Besitzer der drei Symbole zu mir entbieten." Und er that also.

Als aber die Söhne den Aufruf ihres Vaters ver­nahmen, da machten sie sich alsobald auf in Eile denn sie befanden sich weit von der Heimath und gedachten ein Zeder zuerst den bekümmerten Vater wie­der zu sehen. Die Besitzer der Kleinode aber erfuhren auch von der Kunde, daß der Emir nach seinen Söh­nen verlange, um das Reich unter dieselben zu theilen, und daß er sie an den Symbolen wiedererkennen wolle. Und die Habsucht bemächtigte sich eines Jeden von ihnen, und sie gedachten nicht der Sünde des Betrugs, wel­cher sie sich schuldig machen wollten, sondern rüsteten sich zur Reise nach dem Reiche des Emirs.

Es traf sich aber, daß alle Drei, der Mann aus dem Libanon, dessen Weib das goldene Buch erhalten hatte, der Fürst und der Beduine der Wüste, vor den Thoren der Hauptstadt des alten Emirs einander be­gegneten und sofort erkannten, daß sie ein gleiches Be­streben hätten. Sofort verständigten sie sich unter ein­ander nach manchem Hader und Streit und gingen dann mitsammen in die Stadt. Sie trugen ihre Sym­bole vor sich zur Schau; der Fürst des Libanon aber und der Häuptling der Beduinen schmückten die ihrigen mit allerlei Zierrath. Der Erstere hatte das goldene Kreuz behängt mit allerlei herrlichen Zeugen und Flit- tern, mit schönen Gemälden, welche die Edelsten seiner Istitergebcnen und ihre Heldenthaten darstellten; dazu