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Söhne des unglücklichen Fürsten; aber öffne geschwind das Thor, daß ich zum Pallaste des Verräthers eile und den Frevel räche, den er an meinem Vater begangen hat!" Und wie sehr ihn auch der Wächter bedeutete, nicht so geradezu in sein Unglück zu rennen, so war es doch bereits zu spät; denn die Genossen des Wächters hatten seine Stimme gehört, kamen herzu, öffneten die Thore und wollten ihn ergreifen. Er aber zog sein Schwert, so daß Alle erschrocken zurückwichen, flog die Straße hinab und hatte bald den Pallast seines Vaters erreicht. Durch ein heimliches Pförtchen, welches er noch aus seiner Kindheit her kannte, schlich er stch in den Pallast und tappte im Dunkeln nach dem Schlafgemache des Emirs. Stürmisch öffnete er dasselbe und stützte hinein. Aber wie ward ihm, als er seinen alten Vater erblickte, der, von dem Geräusche erweckt, so eben aus seinem Lehnsessel sich erhob und den nächtlichen Störer verwundert ansah! Er warf das Schwert weit von stch weg und „mein Vater!" rief er und stürzte dem Greise schluchzend an die Brust; „so lebst Du noch, bist noch der Herr dieses Reiches, und kein fremder Usurpator hielt Dich gefangen?"
Gerührt blickte der Alte auf seinen Sohn, legte feine Hände auf sein Haupt und sprach: „Wahrlich, Du bist mein Sohn; denn wahre Kindesliebe verläug- net stch nie! Wisse, daß das Mährlein, welches Dir der Wächter erzählte, nur erfunden war, um unter feilen Betrügern meine wahren Söhne zu erkennen. Das Symbol hast Du verloren; — es bedarf dessen nicht; denn wer mich liebt bis in den Tod, der ist mein wahrer Sohn, dem will ich die Krone

