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„Mache mit mir, was Du willst, glänzendes Wesen," seufzte der König, „nur befreie mich von meiner Seelenangst!"
Mit einem segensvollcn Blicke verschwand die Fee, und der kranke König sank erschöpft in die Kissen. Er verfiel aber in einen ruhigen Schlaf, der bis an den Morgen dauerte, und als er erwachte, erklärte ihm der Arzt, daß die Krisis vorüber und die Krankheit gehoben sei. Wirklich besserte sich auch der Zustand des Königs von Tage zu Tage, und mehr und mehr empfand er das Bedürfnis, der gütigen Fee beweisen zu können, daß er sich auch geistig gebessert habe. Da brachte man ihm, am neunten Tage nach dem Besuche der Fee, mit Schreckensmienen die Nachricht, daß das Amphitheater, welches er, seiner Schaulust zu fröh- nen, auf das Prachtvollste hatte erbauen lassen, plötzlich in Brand gerathen sei. „Lasset cs brennen!" jagte ruhig der König zu den erstaunten Boten und ging nach wie vor im Zimmer auf und ab, in tiefes Nachdenken verloren.
Des andern Tages, als das Amphitheater in Schutt und Asche lag, berief er sein Volk zusammen und sprach zu ihm: „Ich befehle Euch bei meiner königlichen. Ungnade, ungesäumt Hand an die Wegräumung der rauchenden Trümmern zu legen, den Platz zu ebenen und bei Aufführung des neuen Gebäudes Hülfeleistung zu thun. Da wir aber der Prachtgebäude und Theater mehr denn zu viele haben, so entwerfe mein Baumeister den Riß zu einem neuen — Schulgebäude!" Dann entzog er sich schnell den Blicken des Volkes. Dieses staunte bewegungslos.

